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Warum gibt es seit langem keine neuen Artikel mehr?

„Renate Hugel – Selfie“, 2017

 

Unser Leben hat sich grundlegend geändert!

 Heinz (Hugel) war zu Hause gestürzt mit dem Ergebnis: Oberschenkelhalsbruch!

Aufgrund seiner 81 Jahre war es eine Risiko-Operation, die notwendig geworden war. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Bewegungsfähigkeit versagt und einen langen Weg zur Folge hat, um den Rollstuhl wieder verlassen zu können…

Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich so lange nichts habe von mir hören lassen. Heute habe ich zum ersten Mal meine Gedanken wieder in Ruhe sammeln können.

Der Zustand von Heinz lässt noch einen mühsamen Weg vermuten. Einen festen Termin kann ich deshalb noch nicht benennen, wann ich weiterschreiben werde.

Aber, ich werde weiterschreiben – obgleich möglicherweise sehr, sehr langsam…

Renate Hugel

Heinz Hugel, im Rollstuhl

Heinz Hugel, mal wieder im Krankenhaus

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Zu Ihrer Information:

Lamontt Bear:

Kiowa – Ureinwohner Amerikas

(und Nachkomme von White Bear),

Oklahoma (USA)

Nachtrag zu:

„Impressionen aus Oklahoma –

zurück zu den „verinnerlichten Orten“

Ich konnte dem Beitrag „Kunstbegegnungen – 43“ noch einige Fotos hinzufügen:

„Das Zeremonie-Tipi“

(anlässlich des Kiowa-Gedenktag-Wochenendes)

Außerdem stellt sich Lamontt Bear mit einem Foto persönlich vor (siehe oben)

Die Fotos finden Sie am Ende des Beitrages Nr: 43:

“Kunstbegegnungen – 43”.

Sie finden den Beitrag, wenn Sie auf HOME „Kunstbegegnungen“

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Kategorie „Kunstbegegnungen“

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Renate Hugel 

 

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Lamontt Bear:

 Kiowa – Ureinwohner Amerikas, Oklahoma (USA)

 „Impressionen aus Oklahoma – zurück zu den „verinnerlichten Orten“

In diesem Beitrag stelle ich einige Beispiele der Fotoarbeiten von Lamontt Bear vor. Diese zeugen von einem Leben, geprägt von den Ahnen, der Natur, von Traditionen, wie auch von der Technik und den Menschen…

Mit der Photographie hat LB das Medium für sich entdeckt, das seinen auf besondere Weise gewachsenen Blick auf die Welt nach außen transportieren kann… Außerdem habe ich Zitate von Lamontt Bear, wie auch von Carol Whitney beigefügt:

“Kunstbegegnungen – 43”.

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Renate Hugel 

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Ronald Anderson, Künstler Amerikanischer Ureinwohner (Oklahoma, USA), 2001:

Während eines Gesprächs über Kunst

 In „Kunstbegegnungen – 41 + 42“ stelle ich die Kunstwerke „Die Deckenfrau“ (41) und „Apachen Tanz“ (42) vor.

Mit meinen Texten dazu gebe ich Einblicke in einen kleinen Ausschnitt von Realität amerikanischer Ureinwohner.

 Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel 

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Jereldine Redcorn: „The Queen of Clay“

  – Caddo – Künstlerin Amerikanischer Ureinwohner –

(Norman, Oklahoma, USA)

In „Kunstbegegnungen – 40“ geht es um Jereldine Redcorn. Außerdem erfährt man darin, warum das Weiße Haus darin Erwähnung findet.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel 

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„Renate Hugel-Selfie“

 SORRY

Aus familiären Gründen sehe ich mich leider gezwungen, meine Beiträge noch langsamer als bisher zu schreiben!                                                                                                            Renate Hugel 

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Roland Schneeweiss

(Bulgarischer Künstler mit deutschen Wurzeln):

„Kukeri“

Beim Lesen dieses Beitrages, “Kunstbegegnungen – 38”,

erleben Sie eine Kunstbegegnung mit einer bulgarischen Tradition!

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 Renate Hugel 

 

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Carol Whitney: „Wichita’s Burning“

Zu diesem großformatigen Acrylbild auf Leinwand (von Carol Whitney) schreibe ich in meinem Beitrag “Kunstbegegnungen – 37”.

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„Kunstbegegnungen“

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Renate Hugel 

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Tobias Robles Monroe (Comanche)

– Künstler amerikanischer Ureinwohner –

In ihrem zweiten Beitrag stellt

Juanita Pahdopony

den

Künstler amerikanischer Ureinwohner,

Tobias Robles Monroe (Comanche), vor –

auf ihrer Seite

„Oklahoma Art Updates – 2“.

Unter „Kunstbegegnungen – 36“

habe ich ein Kunstwerk von

Juanita Pahdopony

interpretiert – zusammen mit einer Widmung.

                                                                  Renate Hugel

 Angaben zum Foto oben:

„Stompers im Frühjahr“ (Tobias Robles Monroe)

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Zu Ihrer Information:

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Willi Griephan: Der „Hütebaum“

Heute möchte ich darauf hinweisen, dass ich in “Kunstbegegnungen – 33” über die Baum-Skulptur „Hütebaum“ von Willi Griephan (aus Bremen, Deutschland) geschrieben habe.

In Anschluss an meine Interpretation folgt eine Darstellung von Willi Griephan selbst – zu seiner Person, Motivation und Gestaltungsabsicht, die zum „Hütebaum“ geführt hatte.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

 Angaben zum Foto oben:

Ausschnitt meiner Aufnahme vom „Hütebaum“ von 2001

Renate Hugel 

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Zur Erinnerung:

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“Oklahoma Art Updates – 1”

Jayden NiCole Hatfield:

 – Künstlerin amerikanischer Ureinwohner –

Foto oben: Abbildung des Kunstwerks „Cheyenne Girl“  von Jayden NiCole Hatfield

 Unter „Oklahoma Art Updates – 1“

hat Juanita Pahdopony ihren ersten Artikel

veröffentlicht mit folgendem Titel:

 Jayden NiCole Hatfield:  “Eine rührige Person, die etwas bewegt”

Darin stellt sie die interessante Künstlerin Jayden NiCole Hatfield mit etlichen Bildbeispielen vor.

Zu finden unter „Oklahoma Art Updates“

Renate Hugel 

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Zu Ihrer Information:

 

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Ronald Anderson: „Die Auto Skulptur“

  – Künstler amerikanischer Ureinwohner (Oklahoma, USA)

In “Kunstbegegnungen – 34” schreibe ich über die „Auto Skulptur“ von Ronald Anderson als ein Zeugnis des Zusammentreffens von Gegenwart und Vergangenheit und seiner Auswirkungen auf die Identitätsfindung amerikanischer Ureinwohner.

 Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel 

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Heinz Hugel

   Künstler aus Bremen (Deutschland)

In “Kunstbegegnungen – 32” schreibe ich über ein großformatiges Kunstwerk von Heinz Hugel, das der Künstler www.communication genannt hat. Entstanden war es im Jahr 2001 in Gracemont, Oklahoma.

ODER: Was haben alte Zimmerdecken Vertäfelungen mit Kommunikation zu tun???

 Zu finden unter „Kunstbegegnungen“ – – – Renate Hugel

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Zu Ihrer Information:

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“Oklahoma Art Updates – 1”

Jayden NiCole Hatfield:

  – Autodidaktische Künstlerin amerikanischer Ureinwohner –

Foto oben: Abbildung des Kunstwerks „Cheyenne Girl“ von Jayden NiCole Hatfield

Juanita Pahdopony hat ihren ersten Artikel unter „Oklahoma Art Updates – 1“ veröffentlicht mit folgendem Titel: Jayden NiCole Hatfield:  “Eine rührige Person, die etwas bewegt”

Darin stellt sie die interessante Künstlerin Jayden NiCole Hatfield mit etlichen Bildbeispielen vor.

Zu finden unter „Oklahoma Art Updates“

Renate Hugel

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Hinweis auf eine neue Kategorie

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Renate Hugel

Zu Ihrer Information:

Wie ich, Renate Hugel (aus Bremen, Deutschland), bereits erwähnt hatte, habe ich Teil1 („Das Symposium“) beendet. Den Start von Teil 2 („Der Gegenbesuch“) bereite ich zurzeit vor.

Siehe unter „Kunstbegegnungen von Renate Hugel“

Darüber hinaus teile ich Ihnen mit, dass Juanita Pahdopony (aus Oklahoma, USA) als Co-Autorin über aktuelle Kunst in Oklahoma informieren möchte. Sie wird ihre Beiträge unter

„Oklahoma Art Updates von Juanita Pahdopony“

veröffentlichen. – – – Weiter unten stellt Sie sich Ihnen persönlich vor.

Renate Hugel

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Juanita Pahdopony: Aktuelle Kunst in Oklahoma

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Juanita Pahdopony

Hallo, mein Name ist Juanita Pahdopony, und ich bin bereits mein ganzes Leben eine Comanche-Künstlerin. Meine erste frühe Erinnerung ist, dass ich einen berühmten deutschen Druck ansehen sollte, auf dem zwei kleine Kinder zu sehen waren, die eine wackelige Brücke unter dem Schutz eines schönen Engels überqueren. Bestimmt war es ein großartiger Anfang, dass Dinge kommen, sich entwickeln.

Im Jahr 1990 graduierte ich mit einem „Master of Education“ in Förderung, Bildung  begabter und talentierter Menschen. Die Betonung liegt auf Förderung, Bildung amerikanischer Ureinwohner (indianischer Menschen der  einheimischen Bevölkerungen aus Alaska). Mein Nebenfach war Kunsttherapie. Später in meinem Leben war ich an einer Fakultät, dann der Dekan (die Dekanin) für akademische Angelegenheiten. Nach meinem Ruhestand diente ich als eine ‚Übergangs-‚Präsidentin des Comanche Nationencolleges‘.

Heute bin ich noch einmal im Ruhestand und widme meine Zeit anderer Kunst, meiner eigenen Kunst und Schrift. Eine Freundschaft verbindet mich seit Jahrzehnten mit Renate Hugel und ihrem Mann Heinz, und jede, jeder von uns hat eine Liebe zur Kunst und den Teilen davon. Ich hoffe, dass Sie die Kunst genießen, die wir für Ihren Genuss auswählen.  Juanita Pahdopony

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Zu Ihrer Information:

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Renate Hugel: In diesem Moment…

Unter „Kunstbegegnungen“

habe ich mit dem Beitrag „Kunstbegegnungen – 28“

Teil 1: „Das Symposium“

abgeschlossen.

Es folgt demnächst

 Teil 2: „Der Gegenbesuch“.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

 Renate Hugel

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Ronald Anderson – Künstler amerikanischer Ureinwohner

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Abbildung oben: Ausschnitt aus der Fotocollage von Ronald Anderson (siehe: „Kunstbegegnungen – 28“)

Zu Ihrer Information:

 In „Kunstbegegnungen – 28“ schreibe ich über die Baum-Skulptur von Ronald Anderson und darüber, welchen Weg die Idee „Symbol: Stuhl“ genommen hat, geographisch, wie auch in der Definition der Symbolik.

Damit beschreibe ich den „Anstoß“ zu der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem „Symbol: Stuhl“ bis hin zu der Baum – Skulptur „Muttertag“ von Ronald Anderson.

 Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

 Renate Hugel

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Zu Ihrer Information:

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Die Signatur von Sherman Chaddlesone (ein Ausschnitt des Bildes „Ohne Titel“, auf einer Klappkarte). – – – Gouache, Filzstift auf Karton, Anadarko, Oklahoma / USA, 2001

 Zu Ihrer Information:

 Diese Karte erreichte uns per Post aus Oklahoma. Ich gab dem kleinen Kunstwerk auf dieser Klappkarte den Titel „Ankunft einer Gruppe Blauer Reiter“. – – – Wie das zu verstehen ist, arbeite ich in meiner Interpretation unter „Kunstbegegnungen – 27“ heraus.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

 Renate Hugel

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Zu Ihrer Information:

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Ronald Anderson: Die Galerie „pro art“ (Ausschnitt) – – – Tuschezeichnung auf Aquarellkarton, Bremen (Deutschland), 2000

Zu Ihrer Information:

In „Kunstbegegnungen – 26“ schreibe ich über den „Abschied“. Ronald Anderson’s Tuschezeichnung „Die Galerie pro art“ zeigt den Wunsch, den Ort der Begegnung „festzuhalten“. Dass aber auch die Einsamkeit im eigenen Atelier durchaus zu  schätzen ist, zeigt ein älteres Werk von Roland Schneeweiss…

Hauptsächlich aber gebe ich aber eine Zusammenfassung der äußeren Fakten des Symposiums.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

 Renate Hugel

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Zu Ihrer Information

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Oben ist ein Ausschnitt des Bildes „Thinking Out“ („Gedankengänge“) von Ronald Anderson zu sehen.

Dieser Abschnitt zeigt die Kirche „St. Stephanie“ in Bremen, (Deutschland), eine „indianische Friedenswolke“, einen Abschnitt des Flusses „die Weser“, das Grün einer Rasenfläche auf dem Weserdeich, Impressionen von Tipis in Bäumen, sowie eine unbekleidete Person auf einem Fahrrad.

Neugierig geworden?

Unter „Kunstbegegnungen – 25“

habe ich das gesamte Kunstwerk interpretiert und bin dabei den Gedankengängen nachgegangen, wie sie Ronald Anderson (Künstler Amerikanischer Ureinwohner und Mitglied des Chickasaw Stammes aus Tishomingo Oklahoma) bildlich auf seinem Kunstwerk „formuliert“ hatte.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“ – – – Renate Hugel

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Zu Ihrer Information:

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Sherman Chaddlesone (2. Juni 1947 – 17. August 2013)

Zu Ihrer Information: Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 24“ fertiggestellt:  In diesem Beitrag schreibe ich über die Arbeitsweise von Sherman Chaddlesone, so, wie ich es anhand seiner mir bekannten Werke „ablesen“ kann.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Information zu dem obigen Portrait:

Renate Hugel: „In Erinnerung an Sherman Chaddlesone“ – – – Bleistiftzeichnung auf Transparentpapier, hinterlegt mit einem Fotoausschnitt*, 16 x 25,5 cm, 2014 – – –  * Ausschnitt aus einem Foto, aufgen. während der Kiowa Black Leggings Zeremonie in der Nähe v. Anadarko, Ok, 01                Renate Hugel

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Hinweis auf einen neuen Beitrag

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Margaret Hettrick

Zu Ihrer Information:

Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 23“ fertiggestellt:  In diesem Beitrag schreibe ich über das kleine Kunstwerk „Anticipation“ von Margaret Hettrick. Dieses befindet sich auf einem Holzblock und ist damit Teil einer Gemeinschaftsarbeit auf einem sog. „Blockbild“.

Ich empfinde das Werk „Anticipation“ als eine sehr empathische und gleichzeitig kreative Lösung, die unmenschliche Situation darzustellen, welche die Ureinwohner Amerikas erleiden mussten.

Warum ich dieser Meinung bin, genau das habe ich in meinem Beitrag Nr. 23 herausgearbeitet.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“ – – – Renate Hugel

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Hinweis auf „Kunstbegegnungen 22“

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Renate Hugel

„Kunstbegegnungen“ von besonderer Art“

Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 22“ fertiggestellt:

Mit meinem Kunstwerk „Gesang eines jungen Tages“ habe ich eine „Ode an die Kunst“ erschaffen. Gleichzeitig würdige ich mit meinem Werk die besondere Arbeitsatmosphäre, welche sich im Verlauf des Symposiums eingestellt hatte.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel

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Hinweis auf einen neuen Beitrag:

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heinz hugel

Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 21“ fertiggestellt:

heinz hugel hat mit seinem Kunstwerk Der letzte Baumeine Bühne geschaffen für eine Baum-Ruine. Dieser Bühnenauftritt ermöglicht es dem ursprünglichen Baum u.a., an seinen ständigen und mühsamen Aufbau während seiner einstigen Existenz zu „berichten“. In meiner Interpretation übersetze ich diese „Körpersprache“ in unsere verbale Sprache…

 Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel

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Zu Ihrer Information:

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Kelly Church

Zu Ihrer Information:

„Kunstbegegnungen – 20“ ist fertiggestellt. Ich interpretiere darin das Acrylbild „The Beaver“ („Der Biber“) von Kelly Church (Anishnabe Ureinwohnerin aus Michigan). –  – –  Meine Fragestellung: Was erzählt das Gemälde von Kelly Church über den Biber?

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“ – – –  Renate Hugel

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Anmerkung zu Ronald Anderson:

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Ronald Anderson, 2000(Bremen, Deutschland)

Anmerkung zu Ronald Anderson:

 Wer meine Beiträge unter Kunstbegegnungen von Anfang an gelesen hat, wird sich wundern, dass es zu Ronald Anderson (R. A.) (Künstler Amerikanischer Ureinwohner) eine Änderung gegeben hat bezüglich seiner Stammeszugehörig-keit. Dieses möchte ich an dieser Stelle kurz erläutern:

Nachdem ich „Kunstbegegnungen – 19“ fertiggestellt hatte, hat mich Ronald Anderson’s Nichte Cynthia Adams, gebeten, die Stammeszugehörigkeit ihres Onkels zu ändern. Sie schreibt dazu:

R. A. ist NICHT Apache. Früher wurde das einmal in einem Buch, das auf ihn verwiesen hat, angegeben. Doch, das war ein Irrtum. Er erinnert sich nicht mehr daran, wie diese Zuordnung entstanden ist.

Er ist Chickasaw, Choctaw and Cherokee (American Native)(und) ein Mitglied des Chickasaw Stammes aus Tishomingo Oklahoma.

(Wir sind gerade dabei), die Arbeit seines Lebens zu würdigen und beginnen, die Dokumentation am Chickasaw Kulturzentrum zu archivieren.

Chickasaw, Choctaw und Cherokee sind die drei Indianischen Blutlinien, von denen … eine Abstammung dokumentiert wurde. Jedoch kann man nur ein Mitglied EINES Stammes sein. Wir haben (uns für die Mitgliedschaft im) Chickasaw-Stamm (entschieden).

Ron und seine Brüder und Schwestern wurden zu anderen Stämmen auf viele verschiedene Schulen verstreut. Dort ordnete man sie verschiedenen Stämmen zu.“*

(* = Möglichst wörtliche Zitate von Cynthia Adams; was in Klammern steht habe ich sinngemäß entsprechend meiner Satzstruktur ergänzt.)

Damit ist Ronald Anderson ein Mitglied des Chickasaw Stammes aus Tishomingo Oklahoma.

Dieses habe ich auf Wunsch von Ronald Anderson und Cynthia Adams in allen bisherigen Beiträgen zu R. A. entsprechend eingetragen.

Die Tatsache, dass Ronald Anderson in seinem hohen Alter noch diesen Schritt unternommen hat, lässt erahnen, wie sehr ihn seine Identitätsfrage in seinem gesamten Leben beschäftigt haben muss!

Renate Hugel

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Ronald Anderson

Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 19“ fertiggestellt. Darin beschreibe ich das großformatige Kunstwerk mit dem Titel „Mit Liebe“ von Ronald Anderson (Künstler Amerikanischer Ureinwohner, einem Mitglied des Chickasaw Stammes aus Tishomingo Oklahoma). Mit diesem Werk ist es Ronald Anderson gelungen aufzuzeigen, was Wahrnehmung blind macht und wodurch diese wieder geöffnet wird! Zu finden unter „Kunstbegegnungen“      Renate Hugel

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Jereldine Redcorn

Ich habe inzwischen „Kunstbegegnungen – 18“ fertiggestellt. Darin beschreibe ich zum Beispiel, was die Hand mit Erinnerung zu tun hat, oder, welchen „inneren Anlass“ Jereldine Redcorn hat, wenn sie die Keramiken ihrer Caddo-Vorfahren originalgetreu nacharbeitet. Zu finden unter „Kunstbegegnungen“  Renate Hugel

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Updated

Ein persönlicher Hinweis:

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Renate Hugel: „Lichterfüllte Gedankengänge“ – – –  Aquarellfarben und -stifte – – – Kunst im Kreditkartenformat – – – 2013

 Ich habe angefangen, meine persönliche Homepage* zu aktualisieren und die Texte zweisprachig anzubieten (deutsch + englisch). Bereits fertiggestellt sind „Karteikarten-Art“ und „Taschenkunst“ („TaKu“ = Kunst im Kreditkartenformat), sowie meine Vita. *  www.other-q.com/renate-hugel  Renate Hugel

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Hinweis zu „Kunstbegegnungen – 8”: Teil II

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Symbol der Begegnung: Dieses Symbol steht für die Begegnung von indianischen Künstlern mit europäischen Künstlern.  – Es ist gleichzeitig das Ergebnis einer „Zusammenarbeit“ von Jereldine Redcorn (Caddo – Indianerin) und Roland Schneeweiss (deutschstämmiger Künstler aus Bulgarien) aus dem Jahr 2000

Zu denKunstbegegnungen – 8habe ich einen zweiten Teil geschrieben und hinzugefügt: In meiner ersten Interpretation habe ich herausgearbeitet, dass „Kommunikation und Verstehen“ mehr sind als ein gedankliches „Einsortieren des Gegenübers in vorgefertigte Denkschablonen“. – – – In Teil II habe ich einen Wechsel der Blickrichtung vollzogen und versucht, das Symbol aus „indianischer Sicht“ zu betrachten… Renate Hugel, 2014

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Unter einem Dach

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Renate Hugel:  Unter einem Dach – – – Mischtechnik / Absprengtechnik / 29,5 cm x 41,5 cm / 2013

Unter einem Dach

 Innen – Außen – – – trennt eine Membrane nur – – – gleich einem Trommelfell – – – leitet Schwingungen – – – von außen nach innen – – – von innen nach außen

Innen – Außen – – – beschützt die Membrane „Zeltwand“ – – – verbindet dennoch alle Dächer – – – mit ihrer Durchlässigkeit: Geteilte Privatsphäre – – – Das Ich lebt durch das Wir

 Innen – Außen – – – die Membrane verspricht Sicherheit – – – aber sekundenschnell – – – verlassen wir sie heute – – – mit einem Mausklick nur – – – und begeben uns in einen Dschungel… – – – von Gedanken und Absichten! – – – Renate Hugel

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Kunst hat ein zartes Band gewoben gewoben

72_Artwoven_img929Renate Hugel: Art Has Woven A Tender Gauze – – – Kunst hat ein zartes Band gewoben – / – Aus der Serie „Faltenwürfe“ – Gouache, Aquarellfarben, Collage von verschiedenen Papieren, u.a. Seidenpapier (mit hinterlegtem lyrischen Textfragment von Renate Hugel) – – – 23×38 cm auf  40×60 cm – – – 2000 (Entstanden während der Symposium Zeit: „Versuch einer Begegnung“)

Textfragment hinter dem Bild: Kunst hat ein zartes Band gewoben gewoben – – –  Kunst hat ein zartes Band gewoben.… – – –  Es hat eine Zeit gegeben des Zusammenkommens, Zusammenarbeitens, -lachens, -sprechens, Zusammenessens.… – – –  Und eine Atmosphäre entwickelte sich, erschuf Kreativität im Überfluss, die danach drängte, ausgedrückt zu werden – – – und Realität zu werden – – – Bilder sind geschaffen worden, welche unsere Gedanken beschreiben – – – Und Kunst hat gewoben dieses zarte Band.… Renate Hugel, 2000

 

„Kunstbegegnungen – 43“

Lamontt Bear – Teil I

Lamontt Bear: Sonnenuntergang auf dem Mount Scott“, 2011, Oklahoma (USA)

Lamontt Bear (Kiowa – Ureinwohner Amerikas):

Impressionen aus Oklahoma – zurück zu den „verinnerlichten Orten“

In diesem aktuellen Beitrag stelle ich Fotos von Lamontt Bear (LB) (Kiowa Ureinwohner Amerikas)  vor. Seine Aufnahmen berühren durch ihre Kraft und Intensität: Dem sich ihm bietenden Naturschauspiel verleiht er eine Steigerung zur absoluten Schönheit, indem LB sein gewähltes Motiv so in Szene setzt, dass es die Intensität der Farben nicht nur spiegelt, sondern sie bis zu überirdischer Schönheit überhöht…

Wenn ich die gezeigte Foto-Serie (siehe unten, nach diesem Text) mir in ihrer Gesamtheit betrachte, bekomme ich den Eindruck, als ob den einzelnen Bild-Themen von LB eine bestimmte Philosophie innewohnt…

Um diese zu erkennen, beschäftige ich mich zunächst mit dem persönlichen Hintergrund von Lamontt Bear:

Doch, vorab möchte ich LB persönlich zu Wort kommen lassen: „Ich sende diese Bilder von den Stellen, an denen ich Einsamkeit finde: Die Wichita-Berge – dem Reservat für Tiere am Fuße des Cobb Sees. Dort verbrachte ich als Kind (und jetzt Erwachsener) viele Tage mit meinem Großvater, der die Einsamkeit zum Erbe unserer Vorfahren zählte“… (Zitat von Lamontt Bear)

Für ihn, den Kiowa Großvater, war es existenziell wichtig gewesen, das Erbe der eigenen Vorfahren weiterzutragen an seine Kinder und Kindeskinder! Als Lamontt Bear zu einem jungen Mann herangewachsen war, war für seinen Großvater die Zeit gekommen, seinen Enkel nun zu unterweisen in das, was ein Kiowa – nach Sitte der Vorfahren – lernen muss:

Er sollte die Ausbildung erhalten, die in der Vergangenheit als die richtige Erziehung für einen jungen Mann vorgesehen war!

 Der Kiowa Großvater ging also mit seinem Enkel Lamontt Bear in die Wichita Berge, bestieg mit ihm zusammen den Mt. Scott oder sie gingen zum Fischen an den Ft. Cobb See.

 Nachdem die Phase der Einführungszeit beendet gewesen war, ging der Großvater zurück und verließ die Wichita Mountains. Lamontt  Bear war nun sich selbst überlassen in dieser totalen Einsamkeit der Berge.

Denn, Einsamkeit ertragen zu können, ist das große Lernziel, das für seine Kiowa Vorfahren erstrebenswert war. Sie wussten, dass diese Erfahrung den jungen Menschen reifen lässt und zu innerer Stärke führt, indem er sich mit sich selbst auseinander setzt. Letztendlich bedeutet das auch, seinen Frieden zu finden.

Überleben zu lernen, wie auch, mit der Natur zu kommunizieren, sind weitere Lernziele, welche für seine Kiowa Vorfahren äußerst wichtig waren.

 Im Laufe der Jahre hatte LB darüber hinaus eine innere Vertrautheit erlangt zur Natur und zu ihren rhythmischen Wandlungen innerhalb eines Tages, Monats oder innerhalb eines Jahres.

So war er selbst fast Teil dieser ihn umgebenden Natur geworden, denn er reagierte auf alles Unerwartete inzwischen intuitiv! Und sein Wesen war erstarkt, ruhig und geduldig geworden, weil er sein menschliches Wollen mit der  Natur abgestimmt hatte!

Trotzdem konnte er tatkräftig sein und zielgerichtet denken. Denn dabei deckte sich sein Aktionsrahmen ebenso intuitiv mit seiner inneren Verbundenheit zur Natur!

 Der Nachkomme des berühmten White Bear* war nun ein anerkanntes Mitglied seiner Familie, wie auch seines gesamten sozialen Umfeldes geworden!

(* White Bear, der berühmte Krieger aus den 1800er Jahren)

Dazu gehörten seine Kiowa Verwandten und andere ihm bekannte Kiowa Familien, aber auch seine Cheyenne Verwandten und andere ihm bekannte Cheyenne Familien. Denn: Lamontt Bear hat einen Kiowa Vater und eine Cheyenne Mutter. Diese bemerkten sehr wohl, dass aus LB etwas Besonderes geworden war:

Einer seiner Cheyenne Onkels hatte gesagt, dass er (Lamontt Bear) wie die besonderen Krieger sei, die als die tapfersten Beschützer in früheren Zeiten angesehen waren. Lamontt Bear ist eine Mischung aus den alten und aktuellen Wegen.“ (Zitat von Carol Whitney)

Die Anerkennung, welche dem jungen Lamontt Bear innerhalb der Familie und von Freunden zuteil worden war, tat Lamontt Bear gut! Und so verkörperte er nun ebenso allen Stolz und Mut, wie es seine Leute taten!

Somit war er integriert und identifizierte sich mit seinen Leuten, den Ureinwohnern im Südwesten Oklahomas!

Doch, die Welt um ihn herum funktionierte ganz anders!

Das konnte und wollte er nicht negieren!

Darum hatte LB beschlossen, sich auch auf diese Welt einzulassen!

 LB erlernte einen Beruf. Auch hatte es ihn in die Ferne gezogen zu Menschen anderswo auf der Welt. Gerne blickt er darauf zurück, dass er in vielen Ländern gearbeitet hat, u. a. auch in Deutschland…

 Aus der Erfahrung von Einsamkeit hatte es ihn zu den Menschen gezogen, und war Weltbürger geworden…  

 Heute sagt er von sich, dass er wirklich viele Leben gelebt hat!

 Inzwischen geht er wieder gerne zu den Orten seiner Jugend. Das Gefühl von einst hatte sich verändert – auch die Sichtweise! Diese Erkenntnis hatte ihn dazu gebracht, ein neues Element in sein Leben zu integrieren: die Kamera!

Mit seinem „besonderen Erfahrungsschatz“ hat Lamontt Bear ein beachtliches „Kapital“, das ihn gleichzeitig fordert, dieses mit seinen Fotos so auszudrücken, so dass etwas von seiner Erfahrung dem Betrachter transportiert wird!

Es gibt die Fotos, auf denen LB die überirdische Schönheit der Natur die Hauptrolle spielen lässt, indem er sie perfekt in Szene gesetzt hat.

Andere Motive zeigen weitere Orte, die LB vertraut geworden waren – auf dem Mt. Scott, in den Wichita Bergen, am Ft. Cobb See oder im Reservat für Tiere der Wichita Berge…    

Doch LB integriert mit seinen Fotos nicht nur die Zeit mit seinem Großvater und der Einsamkeit. Er widmet sich auch dem Thema Technik, das ihn während seiner Berufstätigkeit begleitet hatte und sein Denken bestimmt hatte. Dabei denke ich zum Beispiel an das Foto „Wind Turbine im Nebel“. An diesem Foto finde ich es faszinierend, wie das eigentliche technische Motiv lediglich als „Zitat“ zu erkennen ist (auf der linken Fotoseite läuft ein Flügel der Wind Turbine schräg durch das Bild). Dieser leuchtet dabei in dem Orange des ihn umgebenden Lichtes. So wird das Foto bestimmt von dem Lichtschein im diffusen Umfeld, dem Nebel. Die Technik tritt zurück angesichts des Naturgeschehens…

„Lamontt Bear: „Wind Turbine im Nebel“

Auf einem weiteren Foto hat LB Wind Turbinen thematisiert. Auch hier bestimmt die Natur das Geschehen. Ein dramatischer  Himmel dominiert die Szene und den gesamten Bildraum. Mit der gewählten Perspektive macht LB deutlich sichtbar, wie klein der Mensch im Grunde ist – angesichts der Natur. Dafür hat er sich (mit seiner Kamera) auf die Ebene des Gestrüpps begeben, das im Vordergrund des schmalen Landstreifens zu sehen ist. Aus diesem Blickwinkel heraus berühren einige der bedrohlich wirkenden Wolken fast die Erde. Das Darüber ist in Schwarz getaucht, ebenso ein Teil des Landstreifens, während dazwischen die Ausdehnung des Himmelraumes zu erahnen ist! Jene immensen Ausmaße von Himmel und Geschehen relativieren die Größe und Stabilität der Wind Turbinen – und ihre Streben spielen (in der Wahrnehmung des Betrachters) mit den dünnen Ästen des Gestrüpps im Vordergrund…

Lamontt Bear: „Wind-Turbinen“

Dramatik besitzen auch die Fotos, auf denen LB die Schönheit der Natur überhöht. Die Natur folgt den Veränderungen der Kräfteverhältnisse und ihre Dynamik ist wertfrei, bezieht sich nicht auf das Wohl oder Wehe des Menschen…

Das ist sicherlich eine Botschaft, die Lamontt Bear uns als Betrachter mit seinen Fotos übermittelt. Und diese Botschaft zeugt von seinen jungen Jahren, in denen er „mit der Natur geatmet hat“…

Renate Hugel  

Zum Schluss möchte ich Carol Whitney zitieren, die LB seit einigen Jahren auf seinen Wegen, zurück zu den Orten seiner Kindheit, begleitet:

Die Vision von Lamontt Bear geht über die mechanische Aufnahme von Natur hinaus.

Er fängt den Zauber von Licht, Masse und Struktur ein und nimmt mit seinem Verstand Schönheit jenseits von Wörtern wahr aufgrund seiner Erfahrung mit der Natur.

Seine Kamera ist das Werkzeug, um seine Vision mitzuteilen.

Seine Wurzeln als amerikanischer Ureinwohner liefern ihm die glasklare Linse, die vermittelt, was er sieht“… (Carol Whitney)

Lamontt Bear: Doppelter Regenbogen“, 2011

 

Lamontt Bear: „Blick auf die Wichita – Mountains“, 2011

Lamontt Bear: „Auf dem Gipfel des Mt. Scott“, 2011

Lamontt Bear: „Sonnenuntergang über Oklahoma – Land“, 2015

Lamontt Bear: „Baum-Portraits nach dem Sturm“, 2015

Lamontt Bear: „Überschwemmung nach dem Sturm“, 2015

Lamontt Bear: „Wind Turbine im Nebel“, 2015

Lamontt Bear: „Langhorn im Wichita Mountain Refuge“, 2015

Lamontt Bear: „Fischen am Ft. Cobb See“, 2017

Lamontt Bear: „April-Berg-Wispern“, 2017

Lamontt Bear: „Fischende Sterne“, 2017

Lamontt Bear: „Sonnenbrillen-Fischen“, 2017

Lamontt Bear: „Wind-Turbinen“, 2017

Lamontt Bear: „April-Berg-Wispern“, 2017

 

„Das Zeremonie-Tipi“

Lamontt Bear: „Tipi-Schatten“, 2017

(Aufgenommen während des Kiowa-Gedenktag-Wochenendes – und nachträglich mir zugesandt)

 

Hier stellt sich Lamontt Bear persönlich vor:

Lamontt Bear im Portrait

 Ein Portrait-Foto zu erhalten, war mein Anliegen gewesen. Erhalten habe ich drei Fotos.

Warum?

Nach meinem Verständnis begnügt sich Lamontt Bear nicht  mit der Darstellung seiner äußeren Erscheinung. Ihm geht es vielmehr darum, was seine Persönlichkeit ausmacht:

Die Einsamkeit in den Bergen ist Teil seiner Person geworden und hat damit seine Persönlichkeit geprägt. Was das Foto in der Mitte symbolisch zeigt.

Darüber hinaus zeigt das Foto unten eine Situation, in der sich Lamontt Bear in einem meditativen Zustand befindet. Die Beleuchtungssituation der Aufnahme lässt LB mit der Landschaft in den Wichita Bergen verschmelzen.

Das Foto zeigt für mich, dass LB die Fähigkeit erworben hatte, sich auf das stille Sein der Natur einzulassen.

 Seine einstige tiefe Erfahrung von Einsamkeit hat seine Person der Art geprägt, dass er sich später der Welt öffnete! – Wie das Portrait-Foto oben zeigt.

Mit anderen Worten: Lamontt Bear hat mit diesen drei Fotos zu seiner Person sein Leben, welches das Wachsen seiner Persönlichkeit geprägt hat, zusammengefasst!

Renate Hugel

Selbstportrait von Lamontt Bear

Einer seiner verinnerlichten Orte

(in den Wichita Bergen)

Lamontt Bear, meditativ

Fotos: Lamontt Bear

 

Anmerkung 1: Aktueller Stand: Zu Lamontt Bear habe ich unter „Kunstbegegnungen“ den Beitrag „Kunstbegegnungen – 43“  geschrieben.

Anmerkung 2: Informationen zum gesamten bisherigen Inhalt der Kategorie „Kunstbegegnungen“ finden Sie, wenn Sie auf HOME rechts außen „Kunstbegegnungen“ anklicken.

Renate Hugel

„Kunstbegegnungen – 42“

Ronald Anderson (Künstler amerikanischer Ureinwohner):

“Apachen Tanz”,  Acryl auf Recycling-Pappe, 80×57 cm, 2000

Tanz der Apachen in der Nacht

 Das vorliegende Acrylgemälde auf Recycling-Pappe (mit den Maßen 80X57 cm) hatte  Ronald Anderson im Sommer 2000 während des Symposiums in Bremen gemalt. Mit seinem Bild entführt er den Betrachter in eine typische Tanz-Szene der Apachen:

Um ein hell flackerndes Feuer bewegen sich die Tänzer, tragen in ihren Händen kurze hölzerne Schwerter. Die im Schatten sich befindenden  Personen erscheinen düster mit ihrer schwarz-weißen  Oberkörper-Bemalung, dem Rock und den Stiefeln, wie auch dem nach oben strebenden Aufbau auf ihren Köpfen: Die Basis bildet dort eine waagerechte Latte, von der rechts und links lange Stäbe emporragen, während dazwischen etwa drei bis vier Kerzen leuchten. Um dem Ganzen Halt zu geben, wird dieser Aufbau mit einem Band zusammen gehalten und am Körper fixiert (helle Rauten auf den Oberkörpern). Dadurch wird klar, dass der Tänzer vorne links im Bild von hinten zu sehen ist. Dasselbe trifft auf die kleine Person rechts daneben zu. Hinter dem Feuer, hingegen, befindet sich ein Tänzer, der vom Schein der Flammen hell erleuchtet ist.

Wenn der Blick nun vom Detail zurück zur Gesamtansicht wechselt, wird eine gemeinsame Energie der Personengruppe wahrnehmbar: Mit traumwandlerischer Sicherheit bewegen sich hier die Tänzer nach einer verinnerlichten Struktur des Ablaufs – während das Feuer sich im Zentrum befindet…

Für mich ist es offensichtlich, dass das vom Feuer erleuchtete Zentrum die Tänzer zu ihrem persönlichen inneren leuchtenden Zentrum führen soll… – als Voraussetzung dafür, seinen eigenen Geist zu erleuchten und die Gedanken zu klären…

Der rechts im Bild erscheinende Vollmond zeigt an, dass dieser „Apachentanz“ in der Nacht stattfindet. Die Symbolkraft der „Nacht“ (die für das Unbewusste steht) sehe ich als Ausdruck für den Willen zur Erleuchtung: Sie, die Nacht, kräftigt die Verbindung von Bewusstheit zum Unbewussten… Doch auch die immense Kraft der Natur, die sich in Tier, Pflanze, aber auch Landschaft manifestiert, ermöglicht Identifikation und Ausrichtung auf die eigene Energie: Die Tänzer nehmen in sich auf deren seelische Ruhe und Kraft in ihrem So-Sein…

An dieser Stelle kehrt meine Erinnerung zurück zum Jahr 2001:

Es war bereits dunkel geworden an diesem Tag, den wir bei der Kiowa Black Leggings Zeremonie zugebracht hatten (siehe dazu: „Kunstbegegnungen – 41“). Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, gab es zum Abschluss der Zeremonie ein gemeinsames Essen zusammen mit der Familie Chaddlesone, die uns dazu in ihrem Esspavillon eingeladen hatte. Schließlich dachten wir daran, aufzubrechen und uns von unseren Gastgebern zu verabschieden.

Den Veranstaltungsort hatten wir – insgesamt acht Personen – mit dem Auto erreicht und stiegen nun alle wieder dort hinein.

Bei dem Stichwort „Auto“ schweife ich nun etwas ab und möchte erwähnen, dass unser Besuch grundsätzlich wirklich perfekt durchgeplant worden war. Das bedeutete für die weiten Entfernungen auf dem Gebiet des Landes Oklahoma, dass wir auf ein Auto angewiesen waren. Und dafür hatte Ronald Anderson gesorgt: Wenn ich es richtig erinnere, war es sein Schwager, der großzügiger Weise uns ausgeholfen hatte – in seiner Funktion als Pastor der FELLOWSHIP OF AMERICAN INDIANS CHURCH in Chickasha OK. Der Kleinbus, mit dem wir fahren durften, trug diesen Namenszug mit großen Lettern. Unseren Dank dafür – mündlich bereits ausgesprochen – möchte ich hier noch einmal schriftlich bekräftigen!

Bald bemerkten wir, dass Ronald Anderson für die Heimfahrt einen seltsam anmutenden Weg eingeschlagen hatte! Es wurde immer dunkler! Rechts und links der engen Straße nahmen wir im tiefen Schwarz Konturen von Waldrändern oder einfach nur das reine Schwarz, offenbar über Feldern, wahr. Für mich war es unvorstellbar, wie er sich in diesem Labyrinth aus Schwarz – ohne jegliche Beleuchtung – orientieren konnte! Ronald Anderson vermochte es aber offenbar: Mit allergrößter Sicherheit bog er in eine querende Straße ein, verließ diese wieder und fuhr unbeeindruckt weiter in dieser Dunkelheit!

Unvermittelt – für uns – wurde er langsamer, hielt aber nicht an, sondern blieb bei der geringen Geschwindigkeit. Dabei hatte er nach links geblickt. Wir folgten seinem Blick auf ein weites Feld unter dem schwarzen Himmel, links davon zeugten die Schatten von einem beginnenden Wald…

Das Feld aber hatte den Blick freigegeben auf eine Szenerie!

Wir erkannten drei Personen, die  – in Hockstellung – bei hoher Aufmerksamkeit und Konzentration Bewegungen mit ihren Armen und ihren kurzen Schwertern ausführten. Auf ihren Häuptern hatten sie den Aufbau mit brennenden Kerzen getragen, wie auf dem obigen Acrylbild von Ronald Anderson zu sehen ist. Offenbar befanden sich diese Tänzer in einer anderen Phase der Zeremonie als auf dem Bild dargestellt…

Uns war zwar nur eine flüchtige Wahrnehmung des Geschehens im Vorbeifahren geblieben, doch dieser flüchtige Eindruck hatte es geschafft, uns mit einer weiteren Realität der Identitätsfindung zu konfrontieren!

Heftiger konnte ein Kontrast nicht erfahrbar werden:

Eben hatten wir die Kiowa Black Leggings Zeremonie verlassen, wo wir den gesamten Tag verbracht und dort ein durchorganisiertes Programm erlebt hatten mit mindestens 800 (oder mehr?) Teilnehmern, bzw. Zuschauern des Kiowa-Stammes. Diese konnten damit einander zusätzlich zu den gelebten Traditionen sich gegenseitig Identität geben.

Und nun das!

Ein kläglich kleines Grüppchen widersetzte sich da dem Vergessen! …

Interpretation: Renate Hugel

Ronald Anderson

Künstler Amerikanischer Ureinwohner –

Ronald Anderson, 2001: Während eines Gesprächs über Kunst

Anmerkung 1: Aktueller Stand: Zu Ronald Anderson habe ich unter „Kunstbegegnungen“ die Beiträge „Kunstbegegnungen – 1, 13, 19, 25, 29, 34  und 42“geschrieben. Zusätzlich gibt es eine Erwähnung unter „Kunstbegegnungen – 16“ (dem Beitrag zur Gemeinschaftsarbeit „Blockbilder“).  

Anmerkung 2: Die Beiträge unter „Kunstbegegnungen“ beziehen sich in Teil 1 („Kunstbegegnungen – 1 bis 28“) auf das Symposium „Versuch einer Begegnung – Fünf Künstler und Künstlerinnen Amerikanischer Ureinwohner treffen sich mit fünf europäischen Künstlern und Künstlerinnen“. Dieses hat im Jahr 2000 in Bremen (Deutschland) stattgefunden. Wer sich über die Entstehung des Symposiums informieren möchte, kann  zurück scrollen bis „Kunstbegegnungen – 1“, dann weiterscrollen zur Information zu ‚Kunstbegegnungen‘; danach finden Sie dann die „Chronologie der Vorgeschichte“.

In Teil 2 (ab „Kunstbegegnungen – 29“) beziehen sich die Beiträge auf den Gegenbesuch in Oklahoma (USA)

Hinweis: (vom 24. 07. 2015):  Siehe auf HOME: „Anmerkung zu Ronald Anderson“

Renate Hugel

 

„Kunstbegegnungen – 41“

– Renate Hugel –

Created with Nokia Smart Cam

Renate Hugel: “Die Deckenfrau”, Acryl auf Karton,

28×41 cm, bzw. 39×52,5 cm (mit ausgeklappten Seitenteilen), 2001

Die Deckenfrau

Das Bild „Die Deckenfrau“ habe ich im „Heaven“ gearbeitet (siehe „Heaven“: „Kunstbegegnungen – 31“) und mit Acryl auf einen Karton – Deckel gemalt, inklusive der vier Seitenflächen des Deckels. Darum war meine Arbeit zunächst dreidimensional. Für den Transport hatte ich allerdings die Verklebung der Seitenteile gelöst. Auf dem Foto oben sind die ausgeklappten Seitenteile zu erkennen.

Die spontan gesetzte Motiv-Komposition besteht aus  assoziativ gemalten Elementen und Farbflächen zwischen Blau, Rot und Pastellgrün. Darüber hinaus erfuhren einige Flächen und Motive gestische Einritzungen.

In seiner Aussage bezieht sich „Die Deckenfrau“ auf ein Erlebnis, das zu dem damaligen Zeitpunkt einige Tage zurückgelegen  hatte:

Wir Gäste waren eingeladen worden, an der jährlich stattfindenden Kiowa Black Leggings Zeremonie teilzunehmen.

Diese Zeremonie ist das jährliche Hauptereignis, das große Pow Wow, des Kiowa – Stammes. Damit ist es für alle Stammesangehörigen Gemeinschaft- und Identität-stiftend.

Auf einem großen Areal befand sich ein eigens errichtetes Tipi, von der Tribüne aus auf der  linken Seite platziert. Die farbliche Gestaltung der Tipi-Ummantelung entspricht der Tradition: Eine Hälfte des Tipi-Stoffes ist gelb-schwarz gestreift, wobei die Streifen waagerecht verlaufen. Der restliche Stoff ist weiß, im oberen Teil bis zur Spitze jedoch rot. Über die Spitze hinaus ragen – wie üblich – die Holzstangen des Tipis.  Auf einer dieser Stangen ist die amerikanische Flagge im Wind wehend zu sehen. Der Eingang des Zeltes befindet sich auf der Seite, die zu dem kleinen Waldstück dahinter weist*.

Genau gegenüber befindet sich die große Tribüne, errichtet worden für die Besucher, die Zuschauer. Die Sitzreihen verliefen an der Längsseite des oben erwähnten Areals entlang. Die weiteren Sitzreihen dahinter waren gleichzeitig stufenförmig nach oben angeordnet, so dass die Besucher von allen Plätzen aus die Zeremonie verfolgen konnten.

Wenn ich von den Zuschauern spreche, meine ich schätzungsweise achthundert Personen. Sie waren vorwiegend amerikanische Ureinwohner der Kiowa – bis auf uns Gäste. Andere Ausnahmen waren die Ehepartnerinnen oder Ehepartner, die einem anderen Stamm angehören, ihren Partner, ihre Partnerin jedoch begleitet hatten.

Anmerkung zu * (siehe oben im Text): Die Leute waren zum Teil von weither angereist und hatten in dem kleinen Waldstück die Möglichkeit, dort zu übernachten. Die meisten Angereisten hatten hier ihre Kombis oder auch Wohnwagen abgestellt. Auch wer abends noch nach Hause fahren wollte hatte bereits am Vormittag Zelte und, oder Pavillons aufgebaut, vorwiegend „Esspavillons“.

Zum Ablauf der Zeremonie:

Die gesamte Zeremonie folgte einer festgelegten Reihenfolge von Programmpunkten:

  • Die Ansprache: Sie begann mit der Nachricht vom Kriegsbeginn in Afghanistan. Es folgten Gebete und ernste Worte, da viele junge amerikanische Ureinwohner aus ihren Reihen eingezogen worden waren.
  • Nach alter Kiowa-Tradition begannen die Frauen der „siegreichen Krieger*“ mit dem Tanz der Frauen.

 Es folgte der Tanz der jungen Krieger*. Dass viele der jungen Männer fehlten, war sorgenvoll angekündigt worden (siehe Punkt 1).

Anmerkung zu *: Der Begriff „Krieger“ war für uns sehr gewöhnungsbedürftig, da eher pazifistisch eingestellt. Tatsächlich hatten wir die amerikanischen Ureinwohner als sehr freundliche und wohlwollende Menschen erlebt, für die es selbstverständlich war, uns Gäste in ihren Reihen aufzunehmen und an ihren Traditionen teilnehmen zu lassen. Somit hatten wir sie als friedvoll gestimmt erlebt.

Nun ist aber diese authentische Zeremonie der „rote Faden“ zur „Blutlinie“ ihrer Vorfahren und die tradierten Bezeichnungen –  daher für die Kiowa-Ureinwohner selbstverständlich.

  • Der nächste Einzug begann mit jungen amerikanischen Ureinwohnerinnen, die die Aufgabe hatten, die Veteranen anzuführen und auf die Bühne zu begleiten.

Alle diese Männer waren seinerzeit verpflichtet gewesen, in Vietnam zu dienen. Hier führten sie nun den Tanz der Veteranen aus.

Auch Sherman Chaddlesone gehörte der Gruppe der Veteranen an (siehe dazu: „Kunstbegegnungen – 11“).

Dieser Programmpunkt ist nach meinem Empfinden nicht ausschließlich eine Anerkennung des geleisteten Einsatzes – wie es vielleicht in der Vergangenheit gedacht war. Mit dieser Zeremonie fühlen sich die Afghanistan-Veteranen aufgenommen im Kreise der Gemeinschaft. Dort erfahren sie eine Geborgenheit, die ihnen hilft, erlittene Verletzungen – körperlicher, wie auch seelischer Art – zu verarbeiten…

Der Tanz der Veteranen zog sich sehr in die Länge und wurde von allen Beteiligten mit Ernst und Hingabe ausgeführt. Nach Abschluss dieses Tanzes der Veteranen betraten bisher unbeteiligte Frauen aus der Zuschauermenge schließlich die Tanzfläche, um sich dem Tanzen anzuschließen. Wichtig war es, sich dabei in eine Decke zu hüllen: Das war die Phase des „Deckentanzes“. Margaret Hettrick (siehe: „Kunstbegegnungen – 6 + 23“), die aus Texas angereist war, um der Zeremonie beizuwohnen, hatte sich ebenfalls auf die Tanzfläche begeben und sich vorher in eine Decke gehüllt. Irgendwann kam Sherman Chaddlesone’s Schwester zu meinem Mann Heinz und mir, umhüllte uns jeweils mit einer Decke und führte uns auf die Tanzfläche!

Später erfuhren wir, dass wir die ersten Deutschen waren, denen diese Ehre des Mittanzens zuteil geworden war!

Solch eine großmütige und Freundschaft-stiftende Geste hatten wir als großen Vertrauensbeweis empfunden!

Dem Tanz der Veteranen folgte dann abschließend die Zeremonie:  Der besiegte Tod.

In seiner Gesamtheit folgt der „Tanz der Veteranen“ einer bestimmten Choreographie. Dabei muss jeder Schritt genau sitzen. Diese Information sollte uns „Ahnungslosen“ auf die Feinheiten aufmerksam machen. Deshalb konnten wir die minimalen Bewegungsabläufe, wie auch den gesamten Aufbau gar nicht wahrnehmen. Was wir aber deutlich erkennen konnten, war, wie groß die körperliche Anstrengung, und wie hoch die stundenlange Konzentration gewesen sein mussten: Sherman Chaddlesone sank am Ende sichtlich erschöpft auf seinen Sitz.

  • Der letzte Programmpunkt der Gesamt-Zeremonie war dann eine Namensgebung-Zeremonie für ein Kleinkind: Die Leute aus dem Umfeld der jungen Familie beschenkten sich gegenseitig. Dafür sind viele Leute auf die Veranstaltungsfläche gegangen und haben dort Tüten oder Taschen – mit Namenschildern versehen – abgestellt.

Während der Namensgebung wurden vor dem jungen Elternpaar Geldscheine hingelegt. Die Namen der Beschenkten („gegenseitige Beschenkung“) wurden anschließend verlesen. Und so war jeder Beschenkte zu seinem Geschenk gekommen.

Nachdem die Veranstaltung schließlich beendet worden war, löste sich die Menschenmenge auf: Viele Ureinwohner hatten sich auf den Heimweg gemacht, doch es gab auch zahlreiche Angereiste, die in dem kleinen Waldstück übernachten wollten (in ihren Zelten, Pavillons oder Wohnwagen, bzw. Kombis). Zunächst begab man sich jedoch in die vorbereiteten Esspavillons. Auch die Familie Chaddlesone hatte einen Esspavillon vorbereitet, und wir Gäste waren alle eingeladen, dem gemeinsamen Essen beizuwohnen! Abermals waren wir überwältigt von der großen Gastfreundschaft,  Herzlichkeit und Freundlichkeit, die uns entgegengebracht worden waren!!!

Der Klang der Trommel wirkte noch immer energie-gebend in uns nach. Pausenlos hatten die Trommler während der gesamten Kiowa Black Leggings Zeremonie getrommelt zu den verschiedenen Programmpunkten dieses Nachmittags und hatten damit eine wichtige Rolle gespielt.

In dem Zusammenhang erscheint es wahrscheinlich unverständlich, dass ich auf meinem Acryl-Bild „Die Deckenfrau“ rechts außen eine Flöte gemalt hatte, die die Farbe ihrer Umgebung aufweist und in großem Abstand zur „Deckenfrau“ sich befindet.

Ich hatte den ganzen Nachmittag die vage Empfindung, als ob zart bewegte Luft in Schwingung geraten war und sensible Flötentöne zwischen den Menschen verbreitete: Eine gemeinsame Stimmung unter den Menschen, die etwas weit Entferntes  innerlich bewegte – etwas aus der zeitlichen Ferne …

Die Trommeln hatten Energie und  Rhythmus der Vortragenden hörbar gemacht. Die Stimmung der Menschen darauf hatte sich unterschiedlich geäußert, war jedoch getragen von einer gemeinsamen inneren Schwingung…

Dieses innerliche Bewegt-Sein hatte ich gleich einem unscheinbaren, fast gehauchtem Singen oder Flötenspiel aus der Vergangenheit vernommen: ein zarter Klang lag in der Luft, gleichzeitig wie ein leicht rauer Atem-Hauch, der aus weiter Ferne als einende Erinnerung an die Ahnen und die Vergangenheit zu kommen schien…

 Alle zusammen hatten während der gesamten Zeremonie die Chance, ihre ihnen allen „ureigene Melodie zu singen“…

 Das Gedenken an die Ahnen ist eine respektvolle Geste, die ihren Ausdruck in der Ausführung der Tradition findet und als Empathie für das Schicksal der Ahnen beabsichtigt ist.   

Im Gedächtnis geblieben war uns die unverstellte Herzlichkeit uns gegenüber. Gleichzeitig hatte mich die intensive Hingabe aller Beteiligten (Ausführende, wie auch Zuschauende) an die Traditionen ihrer eigenen Vorfahren beeindruckt! Besonders zählte dazu der angemessene Respekt für die Vorfahren und die Ernsthaftigkeit bei all ihrem Tun…

Vor einigen Jahren hatte ich ein Foto gefunden, das ich 2001 während der „Black Leggings Zeremonie“ aufgenommen hatte. Dieses war mir geeignet erschienen als Beispiel für das, was ich oben ausgeführt hatte. Auch hatte es mich inspiriert zu der Arbeit „Mutter und Tochter folgen der Zeremonie“(2012).

Bildangaben:

Renate Hugel: „Mutter und Tochter folgen der Zeremonie“ – Oder: „Bewahren schafft ein starkes Band“, Mischtechnik, Absprengtechnik (29,5×41,5 cm), 2012 (Siehe auch: 19. Februar 2015 auf HOME)

Dieses Bild hatte ich gearbeitet mit schwarzer, wie auch andersfarbiger Tusche und Deckweiß. Nachdem ich eine Entwurfsskizze auf das Papier gebracht hatte, musste ich zunächst helle, wasserfeste Farben setzen und dann entscheiden, welche Flächen erhalten bleiben sollen: Weil meine Vorgehensweise nun der sog. „Absprengtechnik“ folgte. Alles, was erhalten bleiben sollte, wurde nach dem Trocknen mit Deckweiß abgedeckt. Auch das muss erst einmal trocknen, wonach das gesamte Bild mit schwarzer Tusche bemalt wird. Wenn auch das wiederum getrocknet ist, kann das Bild unter Wasser abgewaschen werden. Alles, was nicht abgedeckt worden war mit Deckweiß, hatte sich schwarz gefärbt (bei mir teilweise gemischt mit Rotbraun). Das nun nasse Deckweiß unter der schwarzen Tusche platzte auf, ließ sich abwaschen und gab die Farben darunter frei. In dem Moment, in dem ich das Abwaschen stoppe, kann ich gewünschte Deckweißspuren erhalten…

Die Absprengtechnik hatte ich gewählt, weil durch den Prozess dieser Technik bereits Verborgenes wieder ans Tageslicht befördert wird…  – und sie, die Technik, somit zum Symbol für das „Hervorholen von Vergangenem – und damit „Verloren-Gegangenem“ – wird…

Meine Intention, die tradierende Kraft, weitergegeben an die Kinder, sichtbar werden zu lassen, sehe ich in der inneren Haltung der Personen meines Bildes: Die Mutter ist vertieft in Konzentration und offensichtlich dabei „innerlich angekommen“, in Erwartung der Zeremonie. Das Mädchen orientiert sich am Verhalten der Mutter, wie auch an ihren Gefühlen und ihrer inneren Haltung…

So erhält die Kette der Zeremonie-Wiederholungen mit den Jahren jedesmal ein neues Kettenglied in der Zeit…

Der oben beschriebene Prozess des „Zurückgehens zu den Wurzeln“nicht nur gedanklich, sondern auch durch körperlichen Einsatz, also mit dem Tun und Ausführen der Traditionen bei entsprechend innerer Haltung“, das erschafft innere Stärke, die den Menschen im Hier und Jetzt eine gewisse Größe verleiht!!!!!

Interpretation: Renate Hugel

Renate Hugel

 (Bremen, Deutschland)

Renate Hugel-Selfie, 2017

www.other-q.com/renate-hugel

Anmerkung 1: Aktueller Stand: Zu Renate Hugel habe ich unter „Kunstbegegnungen“ die Beiträge „Kunstbegegnungen – 9, 17, 22 und 41“ geschrieben. Zusätzlich gibt es eine Erwähnung unter „Kunstbegegnungen – 16“ (dem Beitrag zur Gemeinschaftsarbeit „Blockbilder“).

Anmerkung 2: Informationen zum gesamten bisherigen Inhalt der Kategorie „Kunstbegegnungen“ finden Sie, wenn Sie auf HOME rechts außen „Kunstbegegnungen“ anklicken.

Renate Hugel

„Kunstbegegnungen – 40“

– Jereldine Redcorn –

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Jereldine Redcorn: „Fünf Gefäße“

Keramische Gefäße, gearbeitet nach dem Vorbild der eigenen Ahnen, den Caddo – Ureinwohner Amerikas, Bremen (Deutschland), 2000

Anmerkung: Zusammenstellung der Fotos von den fünf Gefäßen: Renate Hugel. Dabei habe ich das Foto von dem Kopfgefäß etwas bearbeitet  – mit Zustimmung von JR.

Jereldine Redcorn: The Queen Of Clay

(und: Abschied vom Weißen Haus)

Über das Anliegen und die Arbeiten von Jereldine  Redcorn (JR) (Künstlerin Amerikanischer Ureinwohner, Caddo, aus Norman, Oklahoma, USA) habe ich bereits mehrfach geschrieben:

„Kunstbegegnungen – 2“: „Caddo Keramik von Jereldine Redcorn“

„Kunstbegegnungen – 10“: „Zwischenzeit“ und „Nach Kolumbus“

„Kunstbegegnungen – 18“: „Die fühlende Hand”

In Oklahoma haben wir JR (2001) zu den gemeinschaftlichen Präsentationen gesehen und konnten sie auch in ihrem Zuhause in Norman besuchen.

An dieser Stelle führe ich ein Zitat von Jereldine Redcorn an, weil es mich zu den Beiträgen über ihre Arbeit inspiriert hatte:

“Creating Caddo pots becomes a journey with my ancestors. I use the tools, materials and firing methods as close to what, I believe, the old Caddos would have used 500 years ago. The earthenware created truly comes from e –nah – wah – dut, the mother earth.” (Jereldine Redcorn)

– „Caddo-Keramik-Gefäße zu erschaffen, ist für mich wie eine Reise zusammen mit meinen Vorfahren. Ich benutze die Werkzeuge, Materialien und Feuerungsmethoden, möglichst so nahe dran an dem, von dem ich glaube, dass sie die Caddo-Ahnen vor 500 Jahren verwendet haben könnten. Die original geschaffenen Keramiken kommen von e – nah – wah – dut, der Mutter Erde.“     ( Jereldine Redcorn) -…

Das Foto unten hatte ich 2001 während einer Fest-Veranstaltung mit Präsentationen auf dem Gelände des Rose State College in Oklahoma City (Oklahoma, USA) aufgenommen:

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Ich schätze an dieser Aufnahme, dass dort die Mathematiklehrerin J. Redcorn im Zustand von Achtsamkeit und Konzentration sich ihrer Rationalität verpflichtet zeigt. Gleichzeitig weist ihr traditionelles Gewand (zusammen mit dem traditionellen Schmuck) darauf hin, dass zu ihrer Persönlichkeit (über das wissenschaftliche Denken hinaus), eine Verbundenheit mit ihren Ahnen gehört!

Durch ihre Arbeit, die Keramiken ihrer Ahnen, wie auch die erforderlichen Herstellungstechniken zu rekonstruieren, gelang ihr eine Auferstehung der historischen Gefäße! Und das brachte ihr den folgenden Titel ein:

“The Queen of Clay“

 (siehe: www.redcornpottery.com)

Dieser, ihr Ruf, verbreitete sich offenbar über Oklahomas Grenzen hinweg! Es war vor etwa acht Jahren, als JR ganz aus dem Häuschen gewesen war! – Der Grund dafür?

Kurze Zeit nach seinem Amtsantritt hatten Ex-Präsident Obama und seine Frau Michelle seinerzeit Kunstwerke zusammengetragen für ihr damals neues Zuhause, dem Weißen Haus!

Zu dieser Kunstsammlung hatte ein Caddo-Gefäß gehört, das Jereldine Redcorn gearbeitet hatte!

Inzwischen (im Januar 2017) hat die Familie Obama – wie allen bekannt – dieses Domizil wieder verlassen. Mit ausgezogen sind all die – mit Liebe ausgewählten – Kunstwerke – und damit auch das keramische Gefäß von JR

Ich weiß noch heute ganz genau, wie überglücklich Jereldine Redcorn gewesen war darüber: Im Weißen Haus vertreten zu sein mit einer eigenen Arbeit, das empfand sie als eine Anerkennung auf Augenhöhe – nicht nur für sich selbst, sondern für alle Amerikanischen Ureinwohner!

Genau diese Offenheit den Menschen und allen Kunstformen gegenüber von Barack Obama ist es mir wert, eine besondere  Erwähnung zu erhalten!

Renate Hugel

Anmerkung 1: Aktueller Stand: Zu Jereldine Redcorn habe ich unter „Kunstbegegnungen“ die Beiträge „Kunstbegegnungen – 2, 10, 18 und 40“  geschrieben. Zusätzlich gibt es eine Erwähnung unter „Kunstbegegnungen – 16“ (dem Beitrag zur Gemeinschaftsarbeit „Blockbilder“).

Anmerkung 2: Informationen zum gesamten bisherigen Inhalt der Kategorie „Kunstbegegnungen“ finden Sie, wenn Sie auf HOME rechts außen „Kunstbegegnungen“ anklicken.  –  Renate Hugel