Monthly Archives: Juni 2013

Chronologie der Vorgeschichte

1 – – – Eine Idee – aus einem Augenblick geboren – wird Realität – – – Zu dieser Zeit befand ich mich in einer Phase, in der ich „noch immer damit beschäftigt war, mich von einem totalen Zusammenbruch zu erholen“. Durch meine verpufften Kraftreserven war ich reduziert worden auf Tätigkeiten, die mich im Hier und Jetzt verankerten. In dieser Zeit hatte ich mich aber auch mit indianischem Gedankengut befasst. Da geschah es, dass mir irgendwann spontan die Idee, einmal mit indianischen Künstlern zusammenarbeiten zu wollen, über die Lippen gekommen war. Und die Person, die das hörte, war Margaret Hetrick. Zu der Zeit lebte sie noch in Deutschland; ihre ursprüngliche Heimat ist Texas / USA. Dort hat sie ihre Kindheit und Jugend verbracht. Gerade als Jugendliche durchlebte sie eine intensive Phase der Auseinandersetzung mit der Lebensphilosophie der ursprünglichen indianischen Gesellschaften, sowie mit dem Schicksal der Indianer. Und insofern fiel mein „Gedankenblitz“ auf fruchtbaren Boden! Ich hatte ein Samenkorn in die Welt geschleudert und konnte nun zusehen, wie es langsam heranreifte: Aus den von uns beiden jeweils persönlichen Motiven war eine Begeisterung hervorgegangen, welche die gesamte Gruppe „Quintum“ erfasst hatte! „Quintum“ – der Name stand für die fünf Gründungsmitglieder: Margaret Herting (heute: Hetrick), Christa Höting, Heinz Hugel, Renate Hugel und Roland Schneeweiss. – – – Zeitgleich hatten sich die Lebensumstände von Margaret damals so geändert, dass sie in Erwägung zog, wieder in die USA nach Texas zurückzukehren. Und das erforderte organisatorische Vorarbeit und damit auch einige Flüge nach Texas. Diese Gelegenheiten nutzte Margaret, um mit der Unterstützung von Linda S. Poolaw (Delaware / Dramatikerin, Fotografin, Kuratorin und Pädagogin) Künstlerinnen und Künstler Amerikanischer Ureinwohner für unsere Idee einer Begegnung zu begeistern… – – – Und so kam es, dass eine Idee Wirklichkeit geworden war!

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Linkes Foto: Renate Hugel in Kontakt mit Elementarem, wie der Verwurzelung der Pflanzenwelt mit dem Boden: „Der Zusammenbruch hatte mich aus meiner Welt, die ich mir erarbeitet hatte, herausgeschleudert! Ich war somit von meiner eigenen Natur gezwungen worden, meinen persönlichen Wurzeln nachzuspüren.“ – – – Rechtes Foto: Margaret Hetrick in Gedanken über ihr weiteres Leben. Ein Umbruch steht bevor und macht sie nachdenklich. – – – Renate Hugel             72_Raku-Heinz_ 001 72_1998_VW_Sm-atlr_001

1998: Sommeratelier der Gruppe Quintum: Ein „Raku – Wochenende“ / Leitung: Heinz Hugel – – – An diesem Wochenende fand ein „Raku – Symposium“ statt. Wer hatte, brachte eigene bereits einmal gebrannte Arbeiten aus Ton mit. Der zweite Brand erfolgte nun mit der Raku – Technik, welche ursprünglich aus Japan kommt. Zur Vorbereitung des Brandes war es nötig gewesen, Naturmaterialien, wie z. B. Blätter zu sammeln (siehe Foto im Wald). – – – Linkes Foto: Heinz Hugel deckt die glühenden Tonformen mit dem gesammelten Pflanzenmaterial ab, um den Vorgang der Reduktion einzuleiten. – – – Rechtes Foto: Im Gespräch (von links nach rechts: Elke L.**, Christa, Uta (Gast), Willi (zu der Zeit noch Gast) und Roland. – – – ** Der Name wurde auf Wunsch geändert – – – Renate Hugel

II) Versuch einer Begegnung: – – – 2000: Künstler Amerikanischer Ureinwohner – Europäische Künstler – – – Projekt, Symposium, Ausstellungen :  Im Sommer 2000 treffen sich Fünf Künstlerinnen, Künstler Amerikanischer Ureinwohner mit fünf europäischen Künstlerinnen, Künstlern – Versuch einer Begegnung in Bremen unter dem obigen Motto: Symposium: Gemeinsames Arbeiten in der damaligen Galerie „pro art“, Bremen, und im „Atelier auf der Wiese“, Rotenburg / Wümme: 15. Juli bis 12. August 2000. – – – Ausstellungen: 1) Kapitel 8 (Evangelisches Informationszentrum, Bremen) – – – 2) Galeriepro art“, Bremen – – – 3) Galerie Popolo, Bremen – – – (alle in der Zeit von Ende Juli und im August 2000)

Die beteiligten Personen waren die Mitglieder der Gruppe „Quintum“ und unsere indianischen Gäste: Ronald Anderson (Apache), Maler und Bildhauer aus Gracemont, Oklahoma / USA, Sherman Chaddlesone (Kiowa), Grafiker, Maler, Bildhauer aus Anadarko, Oklahoma / USA, Kelly Church – zusammen mit Tochter Cherish (Kelly Ch: Chippewa),  Malerei, Skulptur / Michigan, USA, Jereldine Redcorn (Caddo), Caddo – Keramikerin aus Norman, Oklahoma, USA und: Margaret Herting heute: Hetrick (Quintum), Redakteurin, Fotografin, Malerin / 2000 noch: Deutschland, heute: Texas / USA, Christa Höting* (Quintum), Malerin, Keramikerin aus Bremen, Deutschland, Heinz Hugel (Quintum), Bildhauer, Keramiker aus Bremen, Deutschland, Renate Hugel (Quintum), Kreative aus Bremen, Deutschland, Elke L.** (Quintum), Textilkünstlerin, Malerin aus Bremen, Deutschland, Roland Schneeweiss* (Quintum), Grafiker, Maler, Bildhauer / 2000 noch: Rotenburg / Wümme / Deutschland, heute: Bulgarien.

* Die so gekennzeichneten Künstler hatten sich später von dem   Projekt verabschiedet. Roland Schneeweiss änderte seinen Lebensmittelpunkt und verfolgte ebenfalls eigene Ziele – – – ** Der Name wurde auf Wunsch geändert.

Als unerwarteter Gast war Cherish mitgekommen, die damals ca. 12-jährige Tochter von Kelly Church. Sie hat sich auf ihre Weise mit Ausdauer und Hingabe mit eigenen Kreationen in die Gruppe eingebracht.

Eine weitere Ausstellung fand am Jahresende statt:  (Nachdem unsere Gäste bereits seit langem abgereist waren): Bilder einer Begegnung – – – 26. November 2000 – 7. Januar 2001 – – – Ausstellungsort: „kleine werkstatt und galerie am postmoor“, Bremen – – – Renate Hugel

III) Gegenbesuch in Oklahoma – – – 2001: Künstler Amerikanischer Ureinwohner – Deutsche Künstler – – –        Projekt, Symposium, Ausstellungen  – – – -Ein Gegenbesuch im Herbst 2001 in Gracemont und Umgebung / Oklahoma  – – – Ausstellungen: 1) Rose State College, Oklahoma City – – – 2) Tribes Gallery, Norman, Oklahoma* – – – 3) Heaven, Carol Whitney’s gallery in Gracemont, Oklahoma – – – *  Es wurde uns eine große Ehre damit erwiesen, als erste Künstler (die nicht Künstler Amerikanischer Ureinwohner sind) ausnahmsweise in der „Tribes Gallery“ mit ausstellen zu dürfen!

Die beteiligten Personen waren unsere Gastgeber, Amerikanische Ureinwohner, und Mitglieder der Gruppe „Quintum“: Ronald Anderson (Apache), Maler und Bildhauer aus Gracemont, Oklahoma / USA, Sherman Chaddlesone (Kiowa),  Grafiker, Maler, Bildhauer aus Oklahoma, USA,  Jereldine Redcorn (Caddo),  Caddo – Keramikerin aus Norman, Oklahoma  / USA, Carol Whitney, Künstlerin aus Gracemont, Oklahoma, USA und: Willi Griephan (Quintum) aus Bremen, Deutschland, Margaret Herting heute: Hetrick (Quintum), Redakteurin, Fotografin, Malerin / 2000 noch: Deutschland, heute: Texas / USA, Christa Höting* (Quintum), Malerin, Keramikerin aus Bremen, Deutschland, Heinz Hugel (Quintum), Bildhauer, Keramiker aus Bremen, Deutschland, Renate Hugel  (Quintum), Kreative aus Bremen, Deutschland, Elke L.** (Quintum), Textilkünstlerin, Malerin aus Bremen, Deutschland

Kelly Church und ihre Tochter Cherish konnten eine Anreise aus Michigan leider nicht organisieren. Auch Roland Schneeweiss war es nicht möglich mitzukommen. – – – * Die so gekennzeichneten Künstler hatten sich später von dem Projekt verabschiedet – – – ** Der Name wurde auf Wunsch geändert – – –  Renate Hugel

IV: Arbeiten von Künstlern Amerikanischer Ureinwohner – – – Ausstellungsort: Dübbekold in der Göhrde – – – Seminarhaus unter der Leitung von Joachim und Kerstin Irmer (Mitten in einem Waldgebiet; etwa 1 Autostunde von Hamburg entfernt) – – – Hier ein Zitat von Joachim Irmer:Seit 1990 organisiere ich Seminare für amerikanische und kanadische Ureinwohner, die hier bei uns in Dübbekold Veranstaltungen geben und Schwitzhüttenzeremonien machen…Die europäischen SonnentänzerInnen und UnterstützerInnen bereiten sich auf Ihren Sonnentanz mit den Herbst- und Frühjahrsfastenzeiten bei uns vor. Dann leite ich noch die monatlichen Schwitzhütten, die offen für alle Interessierten sind…“ – – – Die Arbeiten der Künstler Amerikanischer Ureinwohner wurden von Herbst 2003 bis März 2004 in dem Seminarhaus präsentiert. – – – Renate Hugel

V: Quintum sah von da ab sein Engagement hiermit beendet. Um das Ganze abzuschließen, hatte Willi Griephan vorgeschlagen, Arbeitsergebnisse aus dem Projekt auf einer Web – Seite zu präsentieren. Da mein Mann und ich zahlenmäßig überstimmt waren, haben wir uns an dieser Abschlussarbeit beteiligt (siehe Links). – – –  2006: Renate und Heinz Hugel: Trennung von der Gruppe Quintum – – –  Anmerkung: Margaret Hetrick hielt sich zu der Zeit bereits lange schon in Texas auf und war beruflich eingespannt. Darum standen wir auch nicht in Kontakt. Natürlich war sie enttäuscht, zu hören, wie sich alles entwickelt hat. Gleichzeitig war sie froh darüber, dass ich den Kontakt aufrechterhalten wollte und nach Ansatzpunkten für eine Zusammenarbeit suchte; auch darüber, dass mein Mann Heinz mir seine Unterstützung zugesagt hatte. – – – Renate Hugel  – – – 2007: Renate Hugel: Gründung des Kunstprojekts „Kunst verbindet“ (1. Version) – – –  2009: Renate + Heinz Hugel organisieren eine große Ausstellung  (vorwiegend bestückt* mit Werken der Künstler Amerikanischer Ureinwohner) im Stadthaus von Wildeshausen / Deutschland / * Margaret Hetrick, Renate und Heinz Hugel waren mit einigen wenigen Arbeiten vertreten. Ausnahme: Carol Whitney (aus Gracemont, Oklahoma) war ebenso oft vertreten wie die indianischen Künstler. – – – 2011: Renate + Heinz Hugel organisieren eine kleine Ausstellung mit Werken der Künstler Amerikanischer Ureinwohner* im Studiohaus Grambke (Bremen / Deutschland) / * Renate und Heinz Hugel waren mit je einem Kunstwerk vertreten. – – – 2011: Das ProjektGeschichten erzählen am Feuer“ wird von Joachim Burkhardt, Jochen Richter und Renate Hugel ins Leben gerufen. – – –  2013: Renate Hugel gestaltet ihre Homepage „Kunst verbindet“ um und bezieht ihre inzwischen betretenen „Kunstpfade“ mit ein in die Darstellung. – – – Renate Hugel