Begegnung mit Sherman Chaddlesone

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2000: „Versuch einer Begegnung“ – – – Indianische Künstler – Deutsche Künstler – – – Projekt, Symposium, Ausstellungen – – –

Das Portrait oben zeigt Sherman Chaddlesone während einer Ansprache, die er auf der Ausstellungseröffnung in der Galerie pro art gehalten hat. – – – Ein „Déjà-vus“ und eine Überraschung im „Übersee Museum Bremen“! – – – Sherman Chaddlesone war im Jahr 2000 im Rahmen eines Symposiums (durchgeführt von indianischen und deutschen Künstlern) nach Bremen gekommen. Bremen hat alle Gäste gut aufgenommen, aber Sherman Chaddlesone hatte sich besonders verbunden gefühlt: – – – Unsere Gäste haben von uns ein Haus zur Verfügung gestellt bekommen. Von dort konnten sie mit dem Zug zum Hauptbahnhof fahren und hatten es dann nicht mehr sehr weit zur damaligen Galerie pro art in der Neustadt. Als er zum ersten Mal am Hauptbahnhof Bremen angekommen war, hatte er ein „Déjà-vus“, wie er uns erzählte! Die Kulisse (Hauptbahnhof Bremen) war ihm irgendwie vertraut. – – – Außerdem: In ihrer freien Zeit haben die indianischen Künstler mit vielen Unternehmungen ihre Neugier auf Bremen und Umgebung gezeigt. So haben sie auch das Übersee Museum Bremen besucht. Ja, und dort hat Sherman Chaddlesone einen Gegenstand aus dem Besitz seines Großvaters entdeckt! – – – Dazu möchte ich anmerken: Sherman Chaddlesone hat großes Interesse an geschichtlichen Zusammenhängen. In seiner Kunst sind es die graphischen Arbeiten, wie auch Drucke, für die er sehr genau recherchiert, um Gegenstände aus vergangenen wie auch gegenwärtigen Zeiten so darstellen zu können, dass ihre kulturelle Bedeutung und / oder Funktionsweise wie auch ihre optische Darstellung so korrekt ist, dass seine Drucke eine Dokumentation von Vergangenem sind. Sein Auge ist also in dieser Hinsicht geschult, ebenso verfügt er über ein enormes geschichtliches Wissen. – – – Neben seinem Künstlertum engagiert sich Sherman Chaddlesone ebenso in der Aufarbeitung der eigenen Stammesgeschichte: Aktuell hat er bis zu seiner Erkrankung an einem sehr ehrgeizigen Projekt gearbeitet, wie er sagt: In Zusammenarbeit mit der Universität und anderen Institutionen soll geklärt werden, wie es dazu kam, dass die Kiowa Indianer von Kanada, ihrer ursprünglichen Heimat, schließlich in Oklahoma ankamen. Dabei geht es vor allem darum, eine Aufarbeitung aus „eigener Sicht“ selbst zu leisten, wie auch eine Bewertung historischer Fakten „selbst vornehmen zu können“. Mit anderen Worten: Mit Selbstbestimmtheit im Denken Selbstbewusstsein zu festigen. – – – Das Ziel des Projekts ist, aus den gewonnenen Erkenntnissen einen Film zu produzieren. – – – In jüngeren Jahren hingegen hatte sich Sherman Chaddlesone mit der bildlichen Darstellung der mündlich überlieferten Mythen der frühen Vorfahren der Kiowa Indianer befasst. Das Ergebnis waren großformatige Ölgemälde von ca. 2,50 m Höhe, auf denen die Genese der menschlichen Existenz aus Sicht ihrer Kiowa Vorfahren zu sehen ist. Während unseres Gegenbesuchs in Oklahoma im Jahr 2001 haben wir das “Southern Plains Indian Museum” in Anadarko besucht und konnten diese gigantischen Kunstwerke betrachten. – – – Wer mehr über Sherman Chaddlesone erfahren möchte, kann sich auf folgenden Seiten informieren: www.chaddlesone.webs.com – – –  Renate Hugel

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Diese Aufnahmen sind während des Symposiums in Bremen (Deutschland) im Jahr 2000 entstanden: „Versuch einer Begegnung“ – – – Indianische Künstler – Deutsche Künstler – – – Projekt, Symposium, Ausstellungen – – – Linkes Foto: Sherman Chaddlesone bei der Arbeit – – – Rechtes Foto: Einige Arbeitsergebnisse von Sherman Chaddlesone – – – Bild links: Sherman Chaddlesone bei der Arbeit – – – Bild rechts: Einige Arbeitsergebnisse von Sherman Chaddlesone – – – Renate Hugel

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