Monthly Archives: November 2013

„Kunstbegegnungen – 4“

– Cherish Parrish –

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Cherish Parrish (heute: Cherish Nebeshanze Parrish)

Kelly Church brachte ihre damals ca. 12 Jahre alte Tochter Cherish (aus  Hopkins in Michigan / USA) mit. Natürlich haben wir auch für sie einen Arbeitsplatz eingerichtet, so dass sie Gelegenheit hatte, sich auf ihre eigene Art einzubringen… – – – Cherish  erstaunte uns alle mit ihrem unaufdringlichen Verhalten. Sie nahm sich selbst zurück, forderte z. B. keine Aufmerksamkeit und widmete sich der Herausforderung, über einen Zeitraum von fast vier Wochen täglich mehrere Stunden auf sich alleine gestellt zu arbeiten, sich eigene Ziele zu setzen und Phasen des „Leerlaufs“ – nachdem sie beispielsweise eine Arbeit abgeschlossen hatte – auszuhalten… – – – Das ist bereits eine tolle Leistung, die Respekt verdient! – – –  An Ideen schien es Cherish offenbar nicht zu mangeln! Sie erfand immer etwas, das sie ausprobieren wollte oder etwas, dem sie sich thematisch stellen wollte.  Und, wenn sie das Bedürfnis hatte, über ihre Arbeit mit jemandem zu reden, tat sie das, wenn es die Situation erlaubte. Das heißt sie hatte bereits die nötige Sensibilität und Aufmerksamkeit für Arbeitsprozesse, wie auch ein Einfühlungsvermögen dafür, dieses auch wahrzunehmen. – – –  Denn: Unser aller gemeinsames Arbeiten in Konzentration und einem „Eingestimmt Sein“ auf das eigene Tun, das erzeugte eine besondere Atmosphäre. Diese zu respektieren und das eigene Verhalten daran auszurichten, das war für Cherish selbstverständlich! – – –  Natürlich ließ sich Cherish auch von uns inspirieren. So holte sie sich Anregungen, z. B. bei ihrer Mutter Kelly Church. Eines ihrer (Kellys) Acrylbilder auf Leinwand, mit denen sie etwas aus den Legenden ihrer Anishnabe – Vorfahren aufzeigt, beinhaltet einen Bären. Das Foto unten zeigt die Version von Cherish. Bei ihren abstrakten Experimenten (auf dem Foto daneben) hat Cherish sich offenbar von Christa Höting und mir inspirieren lassen… Diese Tatsache mag auch als ein Anzeichen dafür gesehen werden, dass „Abstraktion“ in unseren Gesprächen unter uns allen u. a. ein Thema war… – – –  Keine Frage! Der Ton übte ebenfalls eine Anziehung auf Cherish aus! Irgendwann hatte sie sich schließlich an Jereldine Redcorn gewandt und sie um etwas Tonerde gebeten. Was Cherish dann daraus erstehen ließ, ist auf einem der unteren Fotos zu sehen… – – –  Ebenso sind auf den Fotos unten einige ihrer Bilder zu sehen: Sie zeigen, welches sichere Gespür Cherish bereits besaß für Farbe, Rhythmus und Komposition!.. – – –  Das Bild „Teddybär – Mobile“ von Cherish ist ein Beispiel für ihre eigenen Erfindungen. Schließlich hatte sie es mir gewidmet – ein Dankeschön für eine wunderbare Zeit! Das hat mich sehr berührt… – – –  Inzwischen standen nun bald die geplanten Ausstellungen an (siehe „Chronologie der Vorgeschichte II“)… Auch Cherish konnte eine eigene Ausstellung zusammenstellen! Die Abbildungen unten zeigen davon einen kleinen Ausschnitt… – – – Renate Hugel

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Cherish Parrish (heute: Cherish Nebeshanze Parrish) – – – Zusammenstellung einiger ihrer Arbeiten aus dem Jahr 2000

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Arbeitsatmosphäre während der Symposium – Zeit: Das Foto zeigt Cherish im Gespräch mit einem Gast.   Von hinten links im Bild nach vorne rechts: Kelly Church, ein Gast, Cherish Parrish, Roland Schneeweiss, Margaret Hetrick und Jereldine Redcorn) Anmerkumg: Das Foto zeigt lediglich etwa ein Drittel des gesamten Raumes.

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Linkes Foto: Arbeitsspuren von Cherish und ihre keramischen Kreationen nach eigenen Ideen – – – Rechtes Foto: Cherish Parrish: „Teddybär – Mobile“ mit ihrer Widmung an mich (“An Renate: Danke für die großartige Zeit. Ich werde mich immer daran erinnern!”)

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Linkes Foto: Ich gab dem Bild von Cherish den Titel „Experimentelle Abstraktion“ / Rechtes Foto:  Dieses Werk von Cherish zeigt einen Bären, der Fußspuren folgt. – – – Renate Hugel