Monthly Archives: Juli 2016

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Carol Whitney: „Wichita’s Burning“

Zu diesem großformatigen Acrylbild auf Leinwand (von Carol Whitney) schreibe ich in meinem Beitrag “Kunstbegegnungen – 37”.

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Renate Hugel 

„Kunstbegegnungen – 37“

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Carol Whitney (Amerikanerin):  “Wichita’s Burning”

Acryl auf Leinwand; ca. 120 cm x 200 cm; (Entstehungsjahr ist mir nicht bekannt)

(Privatbesitz)

„Wichita‘s Burning“

 Wichita‘s Burning“ ist der Titel dieses großformatigen Acrylbildes von Carol Whitney (CarWhi). In dieser eindrucksvollen Größe erscheint es, zusammen mit der hingebungsvollen, engagierten Malweise von CarWhi gleich einer Huldigung der wundervollen Landschaft der ‚Southern Plains’…

Die Southern Plains (südlichen Ebenen) erstrecken sich über drei Bundesstaaten: Kansas, Oklahoma und Texas. In Oklahoma befinden sich auch die Wichita Mountains auf dem Gebiet dieser Ebenen. Ihr Name erinnert daran, dass dieses Gebiet die ursprüngliche Region der „Wichita Indianer“ war. Heute befindet sich in dem Gebiet der Wichita Mountains das „Wichita Mountains National Wildlife Refuge“, also ein Nationalpark für in Freiheit lebende wilde Tiere. Dazu gehören u.a. natürlich die wieder angesiedelten Bisons.

Als Künstlerin, reflektieren die folgenden Worte mein Erleben von Whitney’s Arbeit. – Renate Hugel, Autorin: Die in überirdisch farbiges Licht getauchte Landschaft ist ein rein naturwissenschaftlich erklärbares Phänomen der Lichtbrechung. Damit kann man die Verzückung, die diese Einfärbung hervorruft bei uns Menschen, nicht erklären. Wenn ich allerdings an das Gedächtnis unserer Körperzellen denke, vollziehen diese vielleicht die sich ereignende Verwandlung mit: Die „Ablenkung und Brechung“ von Lichtwellen, welche dann in anderen Farben erscheinen. Es ist das Miterleben von Wandlung und Metamorphose, was etwas Mystisches in sich birgt. Denn, eine Metamorphose zu durchleben verlangt unserem inneren Menschen viel ab, wie z. B. Mut und Entschlossenheit… Wir werden beispielsweise aufgefordert, gerade Linien zu durchbrechen und andere Perspektiven der Wahrnehmung zuzulassen…

Auch Carol Whitney war sicherlich von dem großartigen Gefühl der Ehrfurcht vor diesem Naturschauspiel überwältigt worden. Gleichzeitig ließ sie sich ein darauf, den verzückenden Moment jenes Lichtschauspiels auf Leinwand zu bannen – in angemessener Größe!

Sie hat auf das großartige Gefühl mit all ihrer ihr eigenen Energie reagiert!

Ich möchte an dieser Stelle Carol Whitney persönlich berichten lassen, wie ihr Bild entstanden ist: „… …Vor Jahren hatte ich eine magische Erfahrung: Ich hatte eine Feuerzeile gesehen, die die Wichita Mountains in dieser Nacht definiert hatte, was eine magische Erfahrung gewesen war … ,während ich von einem Comanche-Tanz nach Hause fuhr.  Ich war erstaunt, diese glänzende Umriss-Zeile gleich einer Flamme zu sehen, wo doch die Berge sonst in die Schwärze der Nacht gehüllt sind. Unterhalb waren diffuse Formen in der Präriedunkelheit auszumachen, die sich als Büffel herausstellten, am Fuße der Berge weidend.  Mein Verstand hielt das Geheimnis dieser Szene fest, um es möglich zu machen, dass ich – zurück bei meiner Leinwand und meinen Farben – mich erinnere, …. um die Zauberei von dieser Nacht zu erhalten. (Carol Whitney)

Das Foto unten zeigt Carol Whitney, die gerade dabei ist, ihr Kunstwerk zu restaurieren. Es sollte in einer der abschließenden Ausstellungen gezeigt werden, und zwar in ihrer Galerie „Heaven“. (2001)

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Direkt vor ihrem Standort wachsen Gräser aller Art, sich gerade im Luftstrom wiegend und eingetaucht in helles feuriges Orange. Dort sieht der Betrachter sozusagen jeden einzelnen Grashalm. Wenn der Blick weiter nach hinten schweift, verlieren sich die Details, die zu einem Farbstreifen „zusammengezogen“ werden. Irgendwann geht der orangefarbene Streifen in ein dunkles Orange über. Schließlich grenzt dieser Farbstreifen an einen grün-grauen Streifen. Die Gräser-Zone weicht dort hinten festem Untergrund mit kurzem Bewuchs. Bei genauem Hinsehen sind Silhouetten einiger Bisons auszumachen, die dort grasen.

Hinter diesem Streifen erheben sich dann die Berge. Ihre steilen Fronten erscheinen in einem dunklen Orange, das das Gestein dahinter erspüren lässt. Als leuchtende Bänder erscheinen waagerechte Zonen, die ebenfalls in helles Orange getaucht sind, wie die Ebene des vorderen Standortes. Jene „Bänder“ korrespondieren somit mit dem Gräser-Streifen im feurigen Orange und schaffen dadurch die Verbindung von Vorder- und Hintergrund: Alles scheint erfasst zu sein vom feurigen Glühen!

Im Lichtschatten liegen die dunklen Bergkuppen vor einem leicht bedeckten Himmel…

                                                Interpretation: Renate Hugel

Carol Whitney  (Amerikanerin)

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Carol Whitney’s Künstler-Statement:  “Mein Leben – geprägt vom Indianischen”:

“Seit den letzten 40 Jahren ist meine Kunst unmittelbar mit der Kunst der einheimischen Indianer in Oklahoma, wie auch der der Bewohner unserer felsigen Umgebung, den Southern Plains (Südlichen Ebenen), verbunden.

Seit 1972 drücke ich meine Erfahrungen mit dieser einmaligen Welt aus durch Skulptur, Malerei, Dichtung (Poesie), Keramik…“ (Siehe auch „Kunstbegegnungen – 30“)

(Zitat: Carol Whitney, 2009)                                                                                            Renate Hugel

Zu Ihrer Information:

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Tobias Robles Monroe (Comanche)

– Künstler amerikanischer Ureinwohner –

In ihrem zweiten Beitrag stellt

Juanita Pahdopony

den

Künstler amerikanischer Ureinwohner,

Tobias Robles Monroe (Comanche), vor –

auf ihrer Seite

„Oklahoma Art Updates – 2“.

Unter „Kunstbegegnungen – 36“

habe ich ein Kunstwerk von

Juanita Pahdopony

interpretiert – zusammen mit einer Widmung.

                                                                  Renate Hugel

 Angaben zum Foto oben:

„Stompers im Frühjahr“ (Tobias Robles Monroe)

“Oklahoma Art Updates – 2”

Tobias Robles Monroe (Comanche)

 Künstler amerikanischer Ureinwohner

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Bildangaben: „Stompers im Frühjahr“ (Tobias Robles Monroe)

Als Tobias ein junger Mann war, besaß seine Familie einige Büffel. Der Mächtigste und Großmütigste von der Herde, wurde „Stompers“ genannt. Vor kurzem kehrte dieser Büffel in Tobias‘ Träumen zurück. Dieses Bild stellt den Büffel aus seinen Träumen dar.

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“Stompers“ – – – Öl auf Leinwand, mit Palettenmesser gearbeitet, 24×36 Fuß

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„Stompers Reise“ – – – Öl auf Leinwand, mit Palettenmesser, 18×24 Fuß

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„Traditionelles Treiben“ – – –  Öl auf Leinwand, 30×40 Fuß

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„Ins Mystische“ – – – Öl auf Leinwand, mit Palettenmesser, 28×36 Fuß

Dazu schrieb Tobias Robles Monroe:

Dieses Bild kam mir in einem Traum. Es war eines meiner ersten Büffelbilder, das ich arbeitete.

Es ist Teil einer Serie zu dem Büffel, genannt Stomper…

Ich begann, Büffelbilder zu malen, weil der Büffel begonnen hat, in meine Träume zu kommen…“

Juanita Pahdopony zu Tobias Robles Monroe:

Tobias Monroe ist ein junger Comanche-Künstler, der für eine kühne und farbige Palette bekannt ist. Seine Arbeit befasst sich mit Büffeln, die eine wichtige Quelle für Nahrung, Unterkunft und Werkzeugen der nomadischen Leute der Südebenen ist. Während er mit seiner Arbeit traditionelle Themen anspricht, hat er einen zeitgenössischen Ansatz und Stil. Er ist ein neuer und aufregender Künstler, und seine Arbeit wird sicherlich gesammelt von jenen, die Kunst amerikanischer Ureinwohner schätzen mit farbiger Bewegung.      Juanita Pahdopony