Monthly Archives: Januar 2017

Zu Ihrer Information:

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Jereldine Redcorn: „The Queen of Clay“

  – Caddo – Künstlerin Amerikanischer Ureinwohner –

(Norman, Oklahoma, USA)

In „Kunstbegegnungen – 40“ geht es um Jereldine Redcorn. Außerdem erfährt man darin, warum das Weiße Haus darin Erwähnung findet.

Zu finden unter „Kunstbegegnungen“

Renate Hugel 

„Kunstbegegnungen – 40“

– Jereldine Redcorn –

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Jereldine Redcorn: „Fünf Gefäße“

Keramische Gefäße, gearbeitet nach dem Vorbild der eigenen Ahnen, den Caddo – Ureinwohner Amerikas, Bremen (Deutschland), 2000

Anmerkung: Zusammenstellung der Fotos von den fünf Gefäßen: Renate Hugel. Dabei habe ich das Foto von dem Kopfgefäß etwas bearbeitet  – mit Zustimmung von JR.

Jereldine Redcorn: The Queen Of Clay

(und: Abschied vom Weißen Haus)

Über das Anliegen und die Arbeiten von Jereldine  Redcorn (JR) (Künstlerin Amerikanischer Ureinwohner, Caddo, aus Norman, Oklahoma, USA) habe ich bereits mehrfach geschrieben:

„Kunstbegegnungen – 2“: „Caddo Keramik von Jereldine Redcorn“

„Kunstbegegnungen – 10“: „Zwischenzeit“ und „Nach Kolumbus“

„Kunstbegegnungen – 18“: „Die fühlende Hand”

In Oklahoma haben wir JR (2001) zu den gemeinschaftlichen Präsentationen gesehen und konnten sie auch in ihrem Zuhause in Norman besuchen.

An dieser Stelle führe ich ein Zitat von Jereldine Redcorn an, weil es mich zu den Beiträgen über ihre Arbeit inspiriert hatte:

“Creating Caddo pots becomes a journey with my ancestors. I use the tools, materials and firing methods as close to what, I believe, the old Caddos would have used 500 years ago. The earthenware created truly comes from e –nah – wah – dut, the mother earth.” (Jereldine Redcorn)

– „Caddo-Keramik-Gefäße zu erschaffen, ist für mich wie eine Reise zusammen mit meinen Vorfahren. Ich benutze die Werkzeuge, Materialien und Feuerungsmethoden, möglichst so nahe dran an dem, von dem ich glaube, dass sie die Caddo-Ahnen vor 500 Jahren verwendet haben könnten. Die original geschaffenen Keramiken kommen von e – nah – wah – dut, der Mutter Erde.“     ( Jereldine Redcorn) -…

Das Foto unten hatte ich 2001 während einer Fest-Veranstaltung mit Präsentationen auf dem Gelände des Rose State College in Oklahoma City (Oklahoma, USA) aufgenommen:

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Ich schätze an dieser Aufnahme, dass dort die Mathematiklehrerin J. Redcorn im Zustand von Achtsamkeit und Konzentration sich ihrer Rationalität verpflichtet zeigt. Gleichzeitig weist ihr traditionelles Gewand (zusammen mit dem traditionellen Schmuck) darauf hin, dass zu ihrer Persönlichkeit (über das wissenschaftliche Denken hinaus), eine Verbundenheit mit ihren Ahnen gehört!

Durch ihre Arbeit, die Keramiken ihrer Ahnen, wie auch die erforderlichen Herstellungstechniken zu rekonstruieren, gelang ihr eine Auferstehung der historischen Gefäße! Und das brachte ihr den folgenden Titel ein:

“The Queen of Clay“

 (siehe: www.redcornpottery.com)

Dieser, ihr Ruf, verbreitete sich offenbar über Oklahomas Grenzen hinweg! Es war vor etwa acht Jahren, als JR ganz aus dem Häuschen gewesen war! – Der Grund dafür?

Kurze Zeit nach seinem Amtsantritt hatten Ex-Präsident Obama und seine Frau Michelle seinerzeit Kunstwerke zusammengetragen für ihr damals neues Zuhause, dem Weißen Haus!

Zu dieser Kunstsammlung hatte ein Caddo-Gefäß gehört, das Jereldine Redcorn gearbeitet hatte!

Inzwischen (im Januar 2017) hat die Familie Obama – wie allen bekannt – dieses Domizil wieder verlassen. Mit ausgezogen sind all die – mit Liebe ausgewählten – Kunstwerke – und damit auch das keramische Gefäß von JR

Ich weiß noch heute ganz genau, wie überglücklich Jereldine Redcorn gewesen war darüber: Im Weißen Haus vertreten zu sein mit einer eigenen Arbeit, das empfand sie als eine Anerkennung auf Augenhöhe – nicht nur für sich selbst, sondern für alle Amerikanischen Ureinwohner!

Genau diese Offenheit den Menschen und allen Kunstformen gegenüber von Barack Obama ist es mir wert, eine besondere  Erwähnung zu erhalten!

Renate Hugel

Anmerkung 1: Aktueller Stand: Zu Jereldine Redcorn habe ich unter „Kunstbegegnungen“ die Beiträge „Kunstbegegnungen – 2, 10, 18 und 40“  geschrieben. Zusätzlich gibt es eine Erwähnung unter „Kunstbegegnungen – 16“ (dem Beitrag zur Gemeinschaftsarbeit „Blockbilder“).

Anmerkung 2: Informationen zum gesamten bisherigen Inhalt der Kategorie „Kunstbegegnungen“ finden Sie, wenn Sie auf HOME rechts außen „Kunstbegegnungen“ anklicken.  –  Renate Hugel