Category Archives: In Gedenken an Sherman Chaddlesone!

In Erinnerung an Sherman Chaddlesone

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Bildangaben: Renate Hugel: „In Erinnerung an Sherman Chaddlesone“ – – – Bleistiftzeichnung auf Transparentpapier, hinterlegt mit einem Fotoausschnitt*, 16 x 25,5 cm, 2014 – – – * Ausschnitt aus einem Foto, aufgenommen während der Kiowa Black Leggings Zeremonie in der Nähe von Anadarko, Oklahoma, 2001

Ein Jahr ist vergangen: Es jährt sich der Todestag von Sherman Chaddlesone (2. Juni 1947 – 17. August 2013) mit dem heutigen 17. August 2014! – – – Wir, Renate und Heinz Hugel, gedenken an diesem traurigen Erinnerungstag der Trauer seiner nächsten Angehörigen: Allie Chaddlesone (Witwe), Shawn Dae (Tochter), sowie auch allen anderen Familienangehörigen!

 In Erinnerung an Sherman Chaddlesone habe ich, Renate Hugel, dieses Portrait gestaltet. Im Hintergrund meiner Bleistiftzeichnung auf Transparentpapier ist das Tipi zu sehen, welches neben der Tanzfläche aufgebaut worden war für die Kiowa Black Leggings Zeremonie. Vor dem Tipi sind Schatten anderer Teilnehmer zu sehen. Dabei handelt es sich um einen Ausschnitt eines Fotos, das ich im Jahr 2001 dort aufgenommen hatte. Ich möchte damit daran erinnern, wie wichtig für Sherman Chaddlesone die Pflege der alten Traditionen war und wie sehr er sich dadurch für den Erhalt der Verbindung zu den Stammes-Vorfahren engagiert hatte!

Gleichzeitig war es Sherman Chaddlesone auch wichtig gewesen, dass seine Frau, Allie Chaddlesone, als Tänzerin regelmäßig an den jährlichen Veranstaltungen ihres Stammes teilnehmen konnte. Allie Chaddlesone ist ein eingetragenes Mitglied des Kootenai – Stammes. Ihr Mann Sherman begleitete sie stets zu den jährlichen Tänzen nach Montana / Idaho, damit sie dort in den Bergen an den traditionellen Medizin-Tänzen ihres Stammes teilnehmen konnte!                      Renate Hugel

In Gedenken an Sherman Chaddlesone!

In Gedenken an Sherman Chaddlesone!

 (Kiowa Indianer aus Anadarko, Oklahoma)

 Sherman Chaddlesone ist seinem schweren Leiden erlegen!  Mit dieser Seite erinnern mein Mann Heinz und ich, Renate Hugel, an Sherman Chaddlesone als großartigen Menschen und hervorragendem Künstler!

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Sherman Chaddlesone: Briefkartengruß an Renate und Heinz Hugel (Klappkarte im Postkartenformat mit einem Kunstwerk im Original) aus dem Jahr 2001 – – – Das Portrait von Sherman Chaddlesone ist eine Ausschnittvergrößerung aus einem Gruppenbild, welches ich im Sommer 2000 während unseres Symposiums aufgenommen hatte: „Versuch einer Begegnung“ (Indianische Künstler – Deutsche Künstler / Projekt, Symposium, Ausstellungen).Renate Hugel

Genesungswünsche für Sherman Chaddlesone

Anmerkung zu: Gute Besserung für Sherman Chaddlesone!

 Allen, die sich den Genesungswünschen für Sherman Chaddlesone von meinem Mann und mir angeschlossen hatten, möchte ich folgendes mitteilen:  Den vorliegenden Beitrag Gute Besserung für Sherman Chaddlesone!“ hatte Sherman Chaddlesone noch wahrnehmen können. Seine Tochter Shawndae hatte mir geschrieben, dass beim Lesen und Betrachten der Genesungswünsche, wie auch der Bildbeiträge ein Lächeln über sein Gesicht huschte, angesichts der wachgerufenen Erinnerungen.      Renate Hugel

Gute Besserung für Sherman Chaddlesone!

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Sherman Chaddlesone (Kiowa Indianer aus Anadarko / Oklahoma):  Seit längerer Zeit leidet Sherman Chaddlesone an einer ernsten Krankheit. Aktuell hat er mit einem schweren Rückfall zu kämpfen. Von hier aus Bremen in Deutschland möchten mein Mann (Heinz Hugel) und ich (Renate Hugel) hiermit auch im Namen vieler anderer, die ihn kennengelernt hatten oder mit seiner Kunst in diversen Ausstellungen in Berührung gekommen sindvon ganzem Herzen gute Besserung wünschen! – – – Den Genesungswünschen schließen sich an: – – – Bafuß, alias Jochen Tiemann („Museumsdirektor“ + Künstler, Bissenhausen) – – – Christine Blenkle (Bremen) – – – Lilo Brandenburg (Bremen) – – – Angelika Bruns (Künstlerin, Bremen) – – – Joachim Burkhardt (Lehrer, Bremen) und die „Schule an der Landskronastraße“ (eine Grundschule in Bremen) – – – Susanne Dreyer (Bremen) – – – Gabriele Gulizar Aydin (Bremen) – – – Heidemarie Herm-Wehner (Stadtplanerin, Bremen) – – – Helmut Heydemann (Delmenhorst bei Bremen) – – – Margaret Hetrick (Journalistin, Texas) – – – Dörte Hoedoro (Designerin und Illustratorin, Bremen) – – – Karin Krampe (Bremen) – – – Jochen Richter (Fischerhude bei Bremen) – – – Heidrun Siebeneicker (Syke bei Bremen) – – – Renate Schiemann (Bremen) – – – Sonja Schnare (Bremen) – – – Lilo Schrader (Bremen) – – – Gustav Tilmann (Bremen) – – – Andreas Volesky (Bremen) und das Studiohaus Grambke (Bremen) – – – Rolf Wienbeck (Bremen) – – – Sowie viele andere, die hier nicht namentlich genannt sind! – – – Renate Hugel

Begegnung mit Sherman Chaddlesone

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2000: „Versuch einer Begegnung“ – – – Indianische Künstler – Deutsche Künstler – – – Projekt, Symposium, Ausstellungen – – –

Das Portrait oben zeigt Sherman Chaddlesone während einer Ansprache, die er auf der Ausstellungseröffnung in der Galerie pro art gehalten hat. – – – Ein „Déjà-vus“ und eine Überraschung im „Übersee Museum Bremen“! – – – Sherman Chaddlesone war im Jahr 2000 im Rahmen eines Symposiums (durchgeführt von indianischen und deutschen Künstlern) nach Bremen gekommen. Bremen hat alle Gäste gut aufgenommen, aber Sherman Chaddlesone hatte sich besonders verbunden gefühlt: – – – Unsere Gäste haben von uns ein Haus zur Verfügung gestellt bekommen. Von dort konnten sie mit dem Zug zum Hauptbahnhof fahren und hatten es dann nicht mehr sehr weit zur damaligen Galerie pro art in der Neustadt. Als er zum ersten Mal am Hauptbahnhof Bremen angekommen war, hatte er ein „Déjà-vus“, wie er uns erzählte! Die Kulisse (Hauptbahnhof Bremen) war ihm irgendwie vertraut. – – – Außerdem: In ihrer freien Zeit haben die indianischen Künstler mit vielen Unternehmungen ihre Neugier auf Bremen und Umgebung gezeigt. So haben sie auch das Übersee Museum Bremen besucht. Ja, und dort hat Sherman Chaddlesone einen Gegenstand aus dem Besitz seines Großvaters entdeckt! – – – Dazu möchte ich anmerken: Sherman Chaddlesone hat großes Interesse an geschichtlichen Zusammenhängen. In seiner Kunst sind es die graphischen Arbeiten, wie auch Drucke, für die er sehr genau recherchiert, um Gegenstände aus vergangenen wie auch gegenwärtigen Zeiten so darstellen zu können, dass ihre kulturelle Bedeutung und / oder Funktionsweise wie auch ihre optische Darstellung so korrekt ist, dass seine Drucke eine Dokumentation von Vergangenem sind. Sein Auge ist also in dieser Hinsicht geschult, ebenso verfügt er über ein enormes geschichtliches Wissen. – – – Neben seinem Künstlertum engagiert sich Sherman Chaddlesone ebenso in der Aufarbeitung der eigenen Stammesgeschichte: Aktuell hat er bis zu seiner Erkrankung an einem sehr ehrgeizigen Projekt gearbeitet, wie er sagt: In Zusammenarbeit mit der Universität und anderen Institutionen soll geklärt werden, wie es dazu kam, dass die Kiowa Indianer von Kanada, ihrer ursprünglichen Heimat, schließlich in Oklahoma ankamen. Dabei geht es vor allem darum, eine Aufarbeitung aus „eigener Sicht“ selbst zu leisten, wie auch eine Bewertung historischer Fakten „selbst vornehmen zu können“. Mit anderen Worten: Mit Selbstbestimmtheit im Denken Selbstbewusstsein zu festigen. – – – Das Ziel des Projekts ist, aus den gewonnenen Erkenntnissen einen Film zu produzieren. – – – In jüngeren Jahren hingegen hatte sich Sherman Chaddlesone mit der bildlichen Darstellung der mündlich überlieferten Mythen der frühen Vorfahren der Kiowa Indianer befasst. Das Ergebnis waren großformatige Ölgemälde von ca. 2,50 m Höhe, auf denen die Genese der menschlichen Existenz aus Sicht ihrer Kiowa Vorfahren zu sehen ist. Während unseres Gegenbesuchs in Oklahoma im Jahr 2001 haben wir das “Southern Plains Indian Museum” in Anadarko besucht und konnten diese gigantischen Kunstwerke betrachten. – – – Wer mehr über Sherman Chaddlesone erfahren möchte, kann sich auf folgenden Seiten informieren: www.chaddlesone.webs.com – – –  Renate Hugel

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Diese Aufnahmen sind während des Symposiums in Bremen (Deutschland) im Jahr 2000 entstanden: „Versuch einer Begegnung“ – – – Indianische Künstler – Deutsche Künstler – – – Projekt, Symposium, Ausstellungen – – – Linkes Foto: Sherman Chaddlesone bei der Arbeit – – – Rechtes Foto: Einige Arbeitsergebnisse von Sherman Chaddlesone – – – Bild links: Sherman Chaddlesone bei der Arbeit – – – Bild rechts: Einige Arbeitsergebnisse von Sherman Chaddlesone – – – Renate Hugel

Hier folgen einige Gedankengeschenke, die an Sherman gerichtet sind:

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Gedankengeschenk von Dörte Hoedoro:

Dörte Hoedoro hat die Arbeiten von dir, Sherman, im Jahr 2009 zum ersten Mal gesehen. Das war in der großen Ausstellung im Stadthaus von Wildeshausen. Später ist sie deinen Arbeiten noch einmal im Studiohaus Grambke (Bremen) begegnet. In den vergangenen Wochen hat Dörte sich von deinem Ölgemälde „I Follow in the Path of Eagles“ zu einem Gedicht inspirieren lassen. Dieses Gedicht widmet sie dir, Sherman:

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Sherman Chaddlesone: “I Follow In the Path of Eagles”

Gedankengeschenk von Heinz und Renate Hugel:

Dieses Foto, welches 2011 in der Zeitung* erschienen war, gehört zu einem Bericht über die Ausstellung im Studiohaus Grambke, Bremen. Du kennst dieses Foto bereits. Es zeigt dein Ölgemälde „I Follow in the Path of Eagles“* und je eine Arbeit von Heinz und mir, wie auch ein Foto von uns beiden. Heinz und mich erinnert diese Bildmontage nicht nur an die Ausstellung von 2011, sondern an mehr: An Momente der Zusammenarbeit mit dir, Sherman.

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*    Artikel vom 15. Juni 2011 im BLV, Bremen (Deutschland) – / – ** „Ich folge dem Pfad der Adler“

Heinz erinnert sich an die gemeinsame Arbeit an den Blockbildern (siehe „Kunstbegegnungen“, Beitrag „Gruppenarbeit“). Zu der Zeit hatte Heinz „Blockbilder“ gestaltet. Diese Idee trug er in die Gruppe: jeder hat einen Beitrag gemalt, collagiert oder gedruckt. Am Ende waren alle Flächen des Holzblocks gestaltet und das Holzobjekt war ein Gemeinschaftskunstwerk geworden… Heinz erinnert sich, dass die Aktion zu einem produktiven Happening geführt hatte und im Ergebnis ungezwungene Beiträge das Holz zierten. Bei dir, Sherman, war das dein Handabdruck, der (mit einem Augenzwinkern) gleichzeitig „deine Unterschrift darstellte“…

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Renate: Meine eigene Erinnerung an Zusammenarbeit bezieht sich auf deine Hilfsbereitschaft und liegt noch gar nicht so lange zurück:  2011 hatte mich ein Lehrer (Herr Burkhardt) angesprochen und mir erzählt, welche Idee ihm vorschwebt. Er hatte vor einiger Zeit ein Original-Tipi gekauft, welches nun auf dem Schulhof der Schule steht, an der er arbeitet. „Geschichten erzählen am Feuer“ nannte er seine Idee. Mit diesem Zusatzangebot für die Kinder wollte er ihnen die Möglichkeit bieten, über die eigenen Erfahrungen hinaus etwas über andere „Realitäten“ zu erfahren. Ich ließ mich ein auf dieses Experiment und hatte dir davon berichtet (per Mail). Du warst sofort begeistert, und hast mir einen Tatsachenbericht zusammen mit einem zum Thema erstellten Druck von dir auf deine Homepage gestellt, so dass ich mir alles herunterladen konnte. Wie ich später unter der Kategorie „Geschichten erzählen am Feuer“ noch ausführen werde, hatten mich von dir erwähnte Fakten sehr angesprochen. Du warst sofort einverstanden und hast mit weiteren Angaben Ergänzungen vorgenommen. Daraus habe ich einen Text in kindgerechter Sprache erstellt und die Legende integriert. Ich bin mir bewusst, dass dieses ein enormer Vertrauensbeweis war! Ich werde demnächst diesen Text unter „Geschichten erzählen am Feuer“ einstellen. Und ich danke dir hiermit für diese tolle Zusammenarbeit! – – – (Joachim Burkhardt schließt sich diesem Dank an!) – – – Renate Hugel